Ukraine

Russland zielte am Hafen von Odessa laut Kreml auf „militärische Infrastruktur“

Titelbild: Odessa, UKRAINE
MAKSIM VOYTENKO ANADOLU AGENCYAnadolu Agency via AFP
ODESSA, UKRAINE – 19. JULI: Blick auf einen Explosionskrater nach einem russischen Raketenangriff auf das Dorf Dachnoje in Odessa, Ukraine, am 19. Juli 2022. Russland feuerte 7 „Kaliber“-Marschflugkörper vom Schwarzen Meer auf Odessa ab und verletzte 6 Menschen, darunter ein Kind. Maksim Voytenko / Anadolu Agency (Foto von Maksim Voytenko / ANADOLU AGENCY / Anadolu Agency via AFP)

Moskau, Russland

Russland hat bei dem Angriff auf die ukrainische Hafenstadt Odessa nach eigenen Angaben „militärische Infrastruktur“ zerstört. Dabei seien „hochpräzise“ Kalibr-Marschflugkörper eingesetzt worden, teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, auf dem Online-Dienst Telegram am Sonntag mit. Der für die ukrainischen Getreidelieferungen wichtige Hafen am Schwarzen Meer war am Samstag, einen Tag nach der Unterzeichnung eines Abkommens zur Wiederaufnahme der Getreide-Ausfuhr, beschossen worden.

Russland hatte laut der Türkei zunächst seine Beteiligung an den Luftangriffen bestritten. „Die Russen haben uns gesagt, dass sie mit diesem Angriff nichts zu tun haben und dass sie die Angelegenheit sehr genau untersuchen“, hatte der türkische Verteidigungsminister Hulusi Akar versichert.

Sacharowa reagierte nun auf Äußerungen des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dieser hatte erklärt, die Angriffe hätten die Möglichkeit eines Dialogs oder einer Verständigung mit Moskau zerstört. Zuvor hatte Kiew bereits erklärt, der russische Präsident Wladimir Putin habe den Vereinten Nationen „ins Gesicht gespuckt“ und gefährde die Umsetzung des Abkommens zum Export der wegen des Konflikts blockierten Getreidelieferungen.

Laut einem Sprecher der ukrainischen Luftwaffe hatten zwei Geschosse das Gelände des Hafens von Odessa getroffen, zwei andere seien von der ukrainischen Flugabwehr abgefangen worden, bevor sie ihr Ziel erreicht hätten.

bur/se/noe

© Agence France-Presse

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