Welt

Ein Blick aus Bremen auf die Welt

Widerlich braunes Gespenst

Während in Sachsen-Anhalt die Wahllokale öffnen, ein braunes, widerwärtiges Gespenst, ob der ziemlich verfahrenen Situation in dem Bundesland, durch alle Straßen Magdeburgs schleicht, blickt die Welt gebannt auf die weiteren Brennpunkte an diesem Tag.

Fukushima

In dem Unglücksreaktor in Fukushima kühlen mutige Feuerwehrleute, angebliche Freiwillige, die außer Kontrolle geratenen Brennstäbe.

Es wirkt wie Wasserpistolenschießen auf einen Großbrand. Seit Tagen wiederholen sich die Bilder, erschütternde Bilder, scheint wie nach einem alles vernichtenden Bombardement. Nun wird über radioaktiv verseuchtem Spinat in fast 80 Kilometer Entfernung und über verstrahlte Milch im Umkreis des außerhalb aller technischen Möglichkeiten liegenden Objekts berichtet. Über Hunger und Elend in den Notquartieren.

Dabei vergisst man den Usurpator Gaddafi, der seine perversen Spielchen in gewohnter Manier weiter inszeniert. Im Schatten der Ereignisse in Japan, die er geschickte für seine Ziele verwendet. Nun droht er der westlichen Welt mit einem langen Krieg. Mehr als Durchhalteparolen fallen dem entrückten Diktator nicht mehr ein. Der Betrachter fragt sich, warum Gaddafi so lange nicht isoliert wurde, nicht seinen wahnhaften Ambitionen schon seit Jahren Einhalt geboten wurde.

In twitter sieht man, wie auch in anderen sozialen Foren die Bitten, ja schon das inständige Flehen, nicht in Sachsen die Rechten zu wählen, die die Welt zu einem Gestern, zu einer Diktatur umformen wollen. Schreiende, politisch Verhaltensgestörte, die in schweren Zeiten wieder nach der Macht greifen wollen. Mit Hass in ihrer eigenen, subjektiven Welt regieren. Toleranzlose und dumme Parolen als den Weg, zum eigenen Heil eines pathogenen Haufens erachten.

Jedem einzelnen Bürger geht es wie vielen Tausenden, ja Millionen anderen, aber in der Ohnmacht wollen alle handeln, wollen etwas für die Opfer tun.

Es ist nicht nur die Apokalypse in Japan, es ist auch die Krise durch einen lange vernachlässigten, zeitweilen wieder hoffähigen Diktator in Libyen. Man kann das Morden und Schlachten dieses Monsters nicht mehr ertragen. Gaddafi wird immer weiter vorrücken, solange bis er jeden Libyer umgebracht hat, der nicht seiner Meinung ist, hört man fast einhellig, geht man durch die Straßen der Hansestadt. Viele überlegen nicht lange, sondern wollen selbst handeln.

In dieser Welt regieren eben nur noch die Stärkeren, das sieht man an Japan. Viele Bundesbürger schockieren am meisten die Bilder der umherirrenden Menschen, die in den Trümmern nach Kindern suchen.

Eine Mehrheit fragt sich auch, ob dieser Krieg in Afghanistan sein muss, wenn die Bundeswehr in Libyen nachweislich gebraucht würde. Damals, vor einigen Jahren, war die Bevölkerung in einem Taumel wie seinerzeit 1914, nach den Schüssen von Sarajevo, in den international propagierten Krieg gegen die Terroristen gezogen. Wie schlecht das war, zeigte der Verlauf der Geschichte wenig später.

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