Allgemeine Nachrichten

Zehn Menschen durch Explosion an Tankstelle in Irland getötet

Creeslough, Irland

Titelbild: Rettungskräfte am Tatort nach einer Explosion in Creeslough im Nordwesten Irlands am 8. Oktober 2022. Mindestens neun Menschen sind bei einer Explosion an einer Tankstelle in der Grafschaft Donegal im Nordwesten Irlands ums Leben gekommen, wie die Polizei am Samstag mitteilte. (Foto: Paul Faith / AFP)

Durch eine Explosion an einer Tankstelle im Nordwesten Irlands sind zehn Menschen ums Leben gekommen. Es werde in alle Richtungen ermittelt, aber derzeit deute alles auf ein „tragisches Unglück“ als Ursache hin, teilte die Polizei am Samstag mit. Alle zehn Toten stammten aus dem Dorf Creeslough im Bezirk Donegal, in dem sich die Explosion ereignete.

Bei den Toten handele es sich um sieben Erwachsene, zwei Jugendliche und ein jüngeres Mädchen, teilte die Polizei weiter mit. Acht Menschen wurden verletzt ins Krankenhaus eingeliefert. Mit weiteren Opfern wurde nicht mehr gerechnet, es wurde niemand mehr vermisst.

Die Explosion am Freitag zerstörte nach Polizeiangaben einen Tankstellenplatz sowie Teile einer nahegelegenen Wohnanlage. Zwei zweistöckige Wohngebäude stürzten ein und die Fassade eines dritten angrenzenden Gebäudes wurde zerstört. Auf einer Luftaufnahme war zu sehen, dass auch das Tankstellengebäude durch die Explosion zerstört wurde.

Neben Einsatzteams der Polizei und Feuerwehr waren auch Hubschrauber der Küstenwache bis Samstag im Einsatz sowie Rettungskräfte aus Nordirland.

Ein Anwohner sagte der BBC, die Explosion habe sich wie eine „Bombe“ angehört. Landwirtschaftsminister Charlie McConalogue, der den Nordosten Donegals im irischen Parlament vertritt, verglich die Bilder mit den Ereignissen während des Nordirland-Konflikts. „Die Szenen von dem Ereignis erinnern an die Bilder der Unruhen vor Jahren“, sagte der Minister dem irischen Sender RTE. Der 400-Einwohner-Ort Creeslough liegt etwa 50 Kilometer von der Grenze zu Nordirland entfernt.

Irlands Regierungschef Micheal Martin dankte den Einsatzkräften und sprach den Opfern und ihren Angehörigen seine Anteilnahme aus. Die Menschen „auf der ganzen Insel“ seien von „demselben Gefühl des Schocks und der völligen Verwüstung überwältigt“ angesichts dieses „tragischen Verlustes an Menschenleben“, erklärte er. „Es ist ein sehr dunkler Tag für die Menschen in Donegal und für Irland“, sagte Martin.

Auch Irlands Präsident Michael D. Higgins zeigte sich in einer Erklärung „schockiert“. Diese Tragödie sei „ein furchtbarer Schlag für eine Gemeinschaft, die eng miteinander verbunden“ sei und in der jeder Verlust und jede Verletzung „von jedem Mitglied der Gemeinschaft und weit darüber hinaus empfunden“ werde, betonte er.

ck/kbh

© Agence France-Presse

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