Deutschland erlebt derzeit im Januar 2026 eine anhaltende Phase winterlicher Kälte, die mit verbreitetem Frost, Schneedecken und teils strengen Minustemperaturen einhergeht, was Erinnerungen an den legendären Jahrhundertwinter von 1978/79 weckt, allerdings ohne dessen extremes Ausmaß zu erreichen. Das neue Jahr begann mit einem markanten Kälteeinbruch, bei dem Polarluftmassen über weite Teile des Landes strömten und selbst im Norden Städte wie Hamburg mit einer dichten Schneedecke überzogen.
Aktuell, Anfang Januar, herrscht in vielen Regionen Dauerfrost, mit Tagestemperaturen oft zwischen minus 8 und 0 Grad, während nächtliche Tiefstwerte verbreitet auf minus 15 bis minus 2 Grad absinken und in exponierten Lagen sogar unter minus 20 Grad möglich sind. Der Deutsche Wetterdienst und andere Prognosemodelle wie das ECMWF deuten darauf hin, dass diese kalte Witterung zumindest bis Mitte des Monats anhalten könnte, mit weiteren Schneefällen, die besonders in der Nordhälfte und im Bergland für Neuschnee sorgen und gebietsweise zu Glätte und Verwehungen führen. In den kommenden Tagen drohen zudem turbulente Entwicklungen durch anrückende Tiefdruckgebiete, die von Westen her Schneefall, gefrierenden Regen oder sogar stürmische Böen bringen könnten, was die Situation chaotisch gestalten und den Verkehr stark beeinträchtigen dürfte.
Im Vergleich zum Winter 1978/79, der als eine der schwersten Schneekatastrophen der Nachkriegszeit in Erinnerung bleibt, fällt die aktuelle Kältewelle deutlich milder aus. Damals stürzten die Temperaturen zum Jahreswechsel innerhalb weniger Stunden um bis zu 30 Grad ab, von milden Plusgraden auf minus 20 Grad oder tiefer, begleitet von heftigen Schneestürmen, die meterhohe Verwehungen verursachten, den Norden Deutschlands wochenlang lahmlegten, Stromausfälle auslösten und ganze Regionen von der Außenwelt abschnitten.
In Schleswig-Holstein und Niedersachsen türmten sich Schneemassen haushoch auf, die Ostsee fror stellenweise zu, und ein zweiter Einbruch im Februar 1979 verschärfte das Chaos nochmals mit neuen Sturmtiefs und extremen Böen. Die Kältesumme jenes Winters war enorm, mit Tiefstwerten, die in manchen Gebieten minus 25 Grad oder mehr erreichten, und die Schneedecke hielt monatelang an.
Der aktuelle Januar 2026 bringt zwar spürbare Minustemperaturen und Schnee, der in Tieflagen liegen bleibt, sowie gebietsweise strengen Frost, doch die Intensität und Dauer bleiben weit hinter dem damaligen Extrem zurück – es fehlen die katastrophalen Stürme und der plötzliche, dramatische Temperatursturz, der 1978/79 ganze Landstriche isolierte. Dennoch sorgen die derzeitigen Bedingungen für winterliche Romantik in manchen Augen, während sie andererseits Warnungen vor Glätte, Erfrierungsrisiken und Verkehrsproblemen auslösen, und die Modelle lassen eine mögliche Milderung ab der zweiten Monatshälfte erahnen, wenn atlantische Einflüsse stärker werden könnten. Insgesamt präsentiert sich der Winter 2026 bis jetzt als klassisch frostig, aber nicht als Jahrhundertereignis wie sein historisches Vorbild.
