Afrika

Prozess in Kinshasa wegen Putschversuch

Titelbild: Beispielbild Kinshasa

In der Demokratischen Republik Kongo wurden kürzlich 37 Personen wegen Beteiligung an einem Putschversuch zum Tode verurteilt.

Der Prozess fand vor einem Militärgericht in Kinshasa statt und umfasste Angeklagte aus verschiedenen Ländern, darunter drei US-Bürger sowie Personen aus Belgien, dem Vereinigten Königreich und Kanada.Der Putschversuch ereignete sich am 19. Mai 2024.

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Bewaffnete Angreifer griffen zunächst die Residenz des damaligen Wirtschaftsministers und heutigen Parlamentspräsidenten Vital Kamerhe an, wobei zwei Polizisten getötet wurden. Anschließend zogen sie zum Nationalpalast, wo sie das Ende der Herrschaft von Präsident Félix Tshisekedi verkündeten.

Die kongolesische Armee konnte den Putschversuch vereiteln und erklärte ihn im staatlichen Fernsehen für gescheitert. Der Anführer der Putschisten, der im Kongo geborene US-Bürger Christian Malanga, wurde zusammen mit drei weiteren Personen getötet.

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Die Angeklagten wurden unter anderem des Terrorismus und des Mordes beschuldigt. Während des Prozesses machten einige der Angeklagten den Anführer Christian Malanga für ihre Beteiligung verantwortlich und behaupteten, sie seien zur Teilnahme an dem Putschversuch gezwungen worden.Insgesamt wurden 37 Personen zum Tode verurteilt, 14 Angeklagte wurden freigesprochen. Die Verurteilten können gegen das Urteil Berufung einlegen.

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Die Anfang des Jahres beschlossene Wiedereinführung der Todesstrafe im Kongo ist international auf Kritik gestoßen. Die Beteiligung von US-Bürgern an dem Putschversuch hat die USA in Erklärungsnot gebracht, auch wenn eine offizielle Beteiligung der US-Regierung als unwahrscheinlich gilt.

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