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Flüchtlinge

Matteo Salvini – wenn Hass zum Regierungsprogramm wird

Die kranke Welt des italienischen Innenministers Matteo Salvini verstört und erinnert schon ein wenig an die Kultur der in den 1920er und 1930er-Jahren bekannt gewordenen demagogischen Rhetorik des ehemaligen italienischen Diktators Benito Mussolini.

Mussolini in Mailand 1930,Von Bundesarchiv, Bild 102-09844 / CC-BY-SA 3.0, CC BY-SA 3.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=5414600

Salvini praktiziert in der von Mussolini bekannten Art stringenten Hass und die politische Perversion des Einfachmachens von Problemen in faschistischer Manier.
Wie Mussolini endete weiß jeder, der sich mit der Geschichte Italiens beschäftigt hat. Er wurde von seinen Anhängern zusammen mit seiner Geliebten Claretta Petacci, 33, am 28. April 1945 kopfüber an einer Tankstelle in Mailand aufgehängt, regelrecht ausgestellt mit heruntergelassenen Hosen, nachdem er mit insgesamt sieben Schüssen hingerichtet worden war.

Es war ein guter Tag für das wunderbare Italien und das wundervolle italienische Volk.
Salvini hetzt, wie der Duce, in dessen erbärmliche Fußstapfen er getreten ist.

Salvini ist für die Europäische Union untragbar geworden, seine Hassexzesse sind auch in der bürgerlichen Mitte Europas angekommen.

Dabei offenbart der italienische Innenminister, der wie Mussolini ein Journalist ist, erschreckende Wissenslücken. Auch Italiener machten sich in der Geschichte häufig auf, um zu retten. Wie der große General Umberto Nobile, der mit seinem Luftschiff Italia in einer Rettungsaktion am Nordpol scheiterte und aufgrund seines Entdeckergeistes und seiner Menschlichkeit in die Geschichte einging.
Am Ende musste Nobile selbst durch den russischen Eisbrecher Krassin gerettet werden.

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Damals wurde nur über die wundervolle Tat der Rettung berichtet. Mussolini war das nicht recht, wie auch Salvini jetzt gegen Carola Rackete hetzt. Er verunglimpft sie als Kommunistin, als Schlepperin und so weiter. Seine Twitter TL ist zu einer Tafel der rechten Dummheit geworden. Salvini entlarvt sich als orientierungsloser rechter Populist, der nur in der Lage ist zu hetzen und nicht zu denken, bevor er spricht.

Für den Faschismus, Herr Innenminister Salvini, kann man auch das Seefahrtsrecht nicht auflösen, obwohl Kapitänin Rackete nur dem folgte, was sie als Kapitän nach internationalem Seerecht hätte ohnehin machen müssen.
Der Hass des Innenministers Salvini ist mittlerweile unbegreiflich und ist ein Problem für Europa geworden. Keine seiner irrsinnigen Projekte, die er versucht zu führen, sind tauglich, um ein italienisches Staatswesen zu erhalten.

Schon 1999 forderte er, Ausländer und Italiener in getrennten Abteilen zu transportieren, wenn es um Züge oder Schiffe ging. Sein Hass gegen den Euro ist mittlerweile chronisch und offenbart weitere extreme Wissenslücken in seiner Form der “faschistischen Entmenschlichung”. Aber Salvini hat noch mehr Baustellen derzeit zu beackern. Nach der Veröffentlichung, dass die Nazipartei Lega in Italien, der auch Salvini angehört, von Russland in dubiosen Geschäften mit Öl finanziert wird, Salvini bestreitet das natürlich, gerät der Italiener immer mehr unter Druck.
Sein Habitus lässt auch zu, dass er dem munteren Treiben der Mafia ‘Ndrangheta Farao-Marincola in Sachen Müll in Kalabrien zusieht. Der Hafen von Gioia Tauro dient als Drehkreuz. Jedes Kind weiß, dass der Müll aus ganz Europa von kriminellen Vereinigungen dorthin transportiert und danach im Mittelmeer versenkt wird. Vorzugsweise vor der Küste Libyens.

Beispielbild Versenkte Schiffe mit Müll, MartinStr

Nachdem er erst Carola Rackete, die ihn mittlerweile wegen Verleumdung verklagen will, (Carola Rakete wird in diesem Zusammenhang sicherlich obsiegen.) international als Kriminelle beschimpfte, müsste innerhalb der Europäischen Union in Brüssel darüber nachgedacht werden, ob der neue Faschistenführer der Italiener noch willkommen am Tisch derer, die ein vernünftiges Staatswesen innerhalb Europas erwünschen und auch betreiben wollen.

Es droht ihm jedoch erhebliches juristisches Ungemach. Viele wollen, so hört man, Matteo Salvini vor einem deutschen Gericht sehen. In diesen Tagen soll eine Petition erscheinen, die eine Strafanzeige gegen den großmäuligen Innenminister in Rom zur Folge haben soll, auch er ist nicht unantastbar. Zehntausende wollen das Projekt unterstützen, weil sie Genugtuung für die richtig handelnde Carola Rackete erreichen wollen.
Manche empfinden das Verhalten Salvinis gegen Rackete als Geiselnahme für die Unfähigkeit Salvinis, die Mafia, die gut an den Flüchtlingen verdient, zu bekämpfen.

Der einzige, der wahrscheinlich kriminelle Züge trägt, ist Salvini, der sich hemmungslos entlarvt, da er letztendlich die italienischen Strukturen der Mafia schützt, die diese Boote aus Libyen oder Tunesien organisiert und er schimpft nicht auf den Verdienst dieser obskuren Verbindungen. Weil er wie ein jeder Faschist feige ist.

Der römische Senat müsste nur seine Immunität aufheben und er könnte im Zuge eines europäischen Haftbefehls nach Deutschland überstellt werden. Wie ein Krimineller. Und niemand soll vergessen, die Italienische Republik ist ein Rechtsstaat, ein Träger der Kultur in Europa.

Wir sollten nicht vergessen, dass Salvini solange hetzte, bis die in Italien angeklagte Carola Rackete sich verschiedener Verstecke bedienen musste.

Es müsste überlegt werden, gegen Salvini vorab persönliche Sanktionen auszusprechen, um ihn zu maßregeln. Er spricht immer von dem “Europarat des Geldes” und der “vergessenen Werte“. Von Werten kann bei Salvini keine Rede sein, sondern nur von unbändigem Hass gegen Minderheiten, die er sucht zu verfolgen. Weil er dabei reich wird.

Dabei vergisst er geflissentlich die mafiösen Strukturen, die sich in Sizilien bildeten, um Flüchtlinge nach Italien zu schaffen. Er ist unfähig, dieses Problem der italienischen Mafia und den Flüchtlingen zu bekämpfen – und reagiert sich so an Carola Rackete ab. Seine Art, ein Urteil eines unabhängigen Richters zu kritisieren, zeigt, dass er weder Respekt vor der Justiz noch vor menschlichem Leben hat.
Einen vernünftigen Vorschlag zur Lösung des Problems der Flüchtlingskrise betreibt der italienische Faschist nicht, das geht ihm ab.

Italien hat seit jeher beste Kontakte nach Libyen und könnte sich in eigener Sache und in europäischer Angelegenheit nützlich machen. Das entspricht aber nicht dem Weltbild Salvinis, der durch Tote im Mittelmeer abschrecken will, koste es, was es wolle.
Es wird ihn seinen Job über kurz oder lang kosten.
Mit der Waffe Hass kann man keine Politik machen.

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