Beatrix Hemmerle, Polizei Trier, 2018
Cold Case

In den Straßen von Trier

Update 13.08.2020

Die Ausdauer von Dr. Samel und dem zuständigen Kommissar Schu haben sich gelohnt. Scheinbar war es möglich an der vom Täter in Tatortnähe zurückgelassenen schwarzen Lederjacke nunmehr Genmaterial des Täters sicherzustellen. Eine Reihenuntersuchung der damalig Verdächtigen soll in nächster Zeit beginnen.

Wer etwas weiß, soll sich bitte an die Polizei in Trier wenden: Telefon: 0651 9779-2480

Vertrauliche Hinweise können über folgende Nummer abgegeben werden: 0152 28854968

Das Tötungsdelikt zum Nachteil von Beatrix Hemmerle

Nun ist es schon mehr als 28 Jahre her und der leitende Kommissar Wolfgang Schu will nicht aufgeben, den feigen Mörder von Beatrix Hemmerle zu finden.

Er und der zuständige Staatsanwalt Dr. Eric Samel geben die Hoffnung nicht auf, den Fall noch zu klären. Ein Motiv allerdings kann das Gespann Samel und Schu auch noch nicht ausmachen. Nach einer xy-Sendung im letzten Jahr meldeten sich sehr viele Hinweisgeber. Was aus den darauffolgenden Ermittlungen wurde, ließ die Staatsanwaltschaft bislang nicht verlauten.

Sommer 1989

In dem bedeutsamen Sommer 1989 wurde die damals 32-jährige in ihrer Wohnung in Trier brutal ermordet.

Mit mehreren Messerstichen so verletzt, dass das Opfer schlussendlich unter den Augen ihres Sohnes verblutete, die damalige Kaufhausangestellte schlief ahnungslos in ihrer Wohnung im Stadtteil Karenz.

Addi, wie Beatrix Spitzname war, hatte die Balkontür geöffnet und die Rollläden nur zum Teil herabgelassen.

In den späteren Ermittlungen kam heraus, dass sie schon in der Vergangenheit von Spannern beobachtet wurde, die durch die Siedlung schlichen. Zudem schlief ihr 12 Jahre alter Sohn in einem Nebenzimmer, als der Täter auf den Balkon kletterte und die Wohnung eindrang.

Innerhalb von Minuten fügte seinem Opfer tödliche Schnitt- und Stichverletzungen zu. Bei der Tatortbeschau fanden die Polizeibeamten später ein blutverschmiertes T-Shirt, das auf einer Wäschespinne auf dem Balkon hing, später abseits eines Weges in unmittelbarer Nähe lag. Der Täter hatte sich wohl die blutigen Hände daran abgewischt und dieses dann achtlos weggeworfen.

Eine schwarze Nappaleder-Jacke spielte eine tragende Rolle in den Ermittlungen. Auf einem Parkplatz, in unmittelbarer Nähe des Tatortes, wurde diese aufgefunden, hatte die Größe 48/50, und wurde wahrscheinlich in Südkorea hergestellt und in Deutschland kaum verkauft.

Eine Tatwaffe wurde auch nicht gefunden- es wird angenommen, dass der Täter Beatrix Hemmerle mit einem sogenannten Survivalmesser, die damals sehr Mode waren, die tödlichen Verletzungen beibrachte. Die Rückseite der Schneide war ausgefräst.
Kurz vor der Tat kam noch Lebensgefährte des Opfers, in das Apartmenthaus in der Gegend der Uni Trier und unterhielt sich noch mit ihr. Der Täter war, laut Aussage des Kriminalhauptkommissar Wolfgang Schu, mit absoluter Tötungsabsicht in die Wohnung eingedrungen

Auch geht es der Kripo in den Ermittlungen um einen unbekannten Mann, der Ende der 1980 er Jahre in einer Trierer Pizzeria gearbeitet haben soll und wahrscheinlich das Opfer gekannt hatte.

Wer weiß etwas?

Für Hinweise zu dem Tötungsdelikt z.N. von Beatrix Hemmerle hat die Trierer Kriminalpolizei ein Telefon 0651/9779-2480 eingerichtet. Vertrauliche Hinweise können auch unter Telefon 0152-28854968 und/oder per E-Mail unter kdtrier.hinweisaufnahme@polizei.rlp.de

Die Trierer Staatsanwaltschaft hat zur Aufklärung des Verbrechens in einer xy-Sendung 5000 € ausgesetzt.

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