Titelbild:Kremlin.ru
Von Karlshorst bis Berlin: Wenn Warnungen ignoriert werden
Nun steht er wieder da, der Verdacht. Ein geheimes Waffendepot am Stadtrand von Berlin. Laut Recherchen von WDR, NDR und SZ soll es Teil eines mutmaßlichen Netzwerks russischer Agenten sein. Sabotage, Anschläge, Unsicherheit. Das, wovor Sicherheitsbehörden seit Jahren warnen.
Und mittendrin die alte Frage: Wie konnte es so weit kommen?
Die Antwort vieler Kritiker heißt: Gerhard Schröder.
Der Altkanzler hat über Jahre die Brücke nach Moskau gebaut und verteidigt. „Wandel durch Handel“. 2001 stand Putin bereits im Bundestag und warb für eine Sonderrolle Russlands in Europa. Damals gab es Stimmen, die vor einer zu großen Nähe warnten. In Schröders Umfeld verschwanden sie.
Nach 2005 wechselte Schröder in die Aufsichtsräte von Nord Stream, Rosneft, Gazprom. Während andere die Gefahr sahen, kassierte er weiter. Auch nach 2014, auch nach 2022. Öffentliche Kritik an Putin blieb aus. Stattdessen Grinsen für die Kameras und Reden von „Vermittlung“.
Heute wirkt das für viele wie Hohn. Während in Deutschland mutmaßlich Terrorstrukturen aufgebaut werden, während Energie- und Verkehrsnetze zum Ziel werden, steht Schröder weiter für die Politik, die das alles möglich gemacht hat.
Schröder selbst weist alle Vorwürfe zurück. Er spricht von Diplomatie und offenen Kanälen. Von Lügen will er nichts wissen.
Aber der Eindruck bleibt: Eine Freundschaft, die mit Händedruck und Gasgeschäften begann, endet jetzt mit Waffendepots in Deutschland.
Wer damals warnte, hatte Recht. Und wer heute noch schweigt oder grinst, macht es denjenigen leichter, die Deutschland destabilisieren wollen.
