Allgemeine Nachrichten Iran

Die Straße von Hormus

Die aktuelle Eskalation im Persischen Golf hat in den letzten Tagen dramatische Ausmaße angenommen und bedroht die globale Energieversorgung massiv.

Seit Ausbruch des Krieges zwischen Israel, den USA und dem Iran ist die Straße von Hormus – die lebenswichtige Meerenge, durch die etwa ein Fünftel des weltweiten Öls transportiert wird – faktisch für die kommerzielle Schifffahrt geschlossen.

Hunderte von Öltankern und Frachtschiffen stauen sich im Golf oder draußen im Golf von Oman, weil weder Reeder noch Versicherer das Risiko eingehen wollen, die Passage zu wagen.

Der Iran hat in den vergangenen Tagen begonnen, Seeminen in der Straße von Hormus zu verlegen.

US-Geheimdienste und Medienberichte sprechen von mehreren Dutzend Minen, die von der Revolutionsgarde und der regulären Marine ausgelegt wurden – allerdings noch nicht in einem Umfang, der die gesamte Meerenge unpassierbar macht. Dennoch reicht bereits diese begrenzte Verminung aus, um Panik auszulösen: Schifffahrtsversicherer kündigen Policen oder verlangen astronomische Prämien, Reedereien stoppen Fahrten komplett, und der Schiffsverkehr ist um bis zu 90 Prozent eingebrochen. Die USA haben als Reaktion darauf mehrere iranische Minenlegeboote zerstört – das US-Regionalkommando Centcom meldete die Ausschaltung von mindestens 16 solcher Schiffe nahe der Meerenge, teilweise sogar mehr als ein Dutzend in einer einzigen Welle von Luft- und Seeangriffen.  Trump drohte öffentlich, jede Mine müsse „sofort entfernt werden“, andernfalls würde der Iran Konsequenzen „auf einem noch nie dagewesenen Niveau“ erleiden.

Parallel dazu hat der Iran seine asymmetrische Kriegsführung gegen die Öl-Infrastruktur der Golfstaaten verschärft. In den vergangenen Tagen kam es zu mehreren Angriffen auf Handelsschiffe in und nahe der Straße von Hormus – allein in den letzten 48 Stunden wurden mindestens sechs Schiffe getroffen, darunter Containerfrachter und Tanker, teils durch Drohnen, Raketen oder unbekannte Geschosse. Brände brachen aus, Besatzungen mussten evakuiert werden. Gleichzeitig berichten Quellen von iranischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Ölspeicher, Raffinerien und Exportterminals in Saudi-Arabien, den Vereinigten Arabischen Emiraten und anderen Golfstaaten. Besonders betroffen sind Einrichtungen wie das Fujairah-Terminal oder Lager in der Nähe von Ras Tanura und anderen saudischen Häfen. Diese gezielten Bombardements haben bereits Teile der Verladekapazitäten lahmgelegt und zwingen die Golfstaaten, ihre Ölproduktion teilweise zurückzufahren – nicht nur wegen der physischen Schäden, sondern auch weil das Öl mangels Exportroute nirgendwo hinkann.

Die Kombination aus Verminung der Straße von Hormus und direkten Angriffen auf die Ölinfrastruktur hat die Weltmärkte in Aufruhr versetzt. Der Ölpreis ist in kürzester Zeit auf über 90 bis teilweise 100 Dollar pro Barrel gestiegen, mit weiter steigender Tendenz. Die Golfstaaten versuchen verzweifelt, alternative Routen oder Pipeline-Kapazitäten zu nutzen, doch diese reichen bei Weitem nicht aus, um die verlorenen 15–20 Millionen Barrel pro Tag zu kompensieren.
Gleichzeitig wächst die Sorge vor einer noch größeren ökologischen Katastrophe.

Über 60 voll beladene Tanker hängen derzeit fest, teilweise in unsicheren Positionen – ein einziger schwerer Treffer oder eine Minenexplosion könnte eine massive Ölpest im Persischen Golf auslösen.Während die USA Luft- und Drohnenangriffe gegen iranische Marineeinheiten fliegen und Israel seine Bombardements auf iranischem Territorium fortsetzt, bleibt die Straße von Hormus das zentrale Schlachtfeld. Der Iran setzt alles daran, den Westen über den Ölpreis und die Energiepreise wirtschaftlich zu strangulieren – ein Hebel, den Teheran seit Jahrzehnten als ultimative Drohkulisse pflegt und nun real einsetzt. Die nächsten Tage werden zeigen, ob es den USA und ihren Verbündeten gelingt, die Meerenge mit massivem militärischem Aufwand wieder freizukämpfen, oder ob die Blockade noch länger anhält und die Welt in eine tiefe Energiekrise stürzt.

Themenverwandte Artikel

Nun darf wieder geböllert werden- das ist aber unnötig

the kasaan times

Ciotti ausgeschlossen- Machtkampf in Frankreich tobt

the kasaan times

Überall Tote im Iran

the kasaan times

Duterte in Den Haag angeklagt

the kasaan times

Weihnachten 2025

the kasaan times

Bundeswehrtag 2023 Wilhelmshaven

the kasaan times

Grundsicherung ein anderer Name für Hartz4

the kasaan times

Brennendes Geisterschiff vor Borkum

the kasaan times

Massaker in Texas- Abbott und seine Speichellecker sind mitschuldig

the kasaan times

Francis Scott Key Bridge in Baltimore nach Schiffskollision eingestürzt

the kasaan times

Einigung auf Regierung mit Unterstützung der Rechtsradikalen in Schweden

the kasaan times

An Ruhestand denkt Gerhart Baum auch zu seinem 90. Geburtstag nicht

the kasaan times

Hinterlasse einen Kommentar

*