Titelbild: Michael Shannon Taylor, Alabama Department of Corrections
Washington – Am Donnerstag, den 5. November 2026, sollen in den US-Bundesstaaten Indiana, Alabama und Florida jeweils Hinrichtungen vollstreckt werden. Ein derart zeitgleiches Vorgehen der Justizbehörden stellt ein seltenes Ereignis dar.
Nach Angaben des Death Penalty Information Center (DPIC) handelt es sich erst um das zweite Mal im laufenden Kalenderjahr, dass drei Bundesstaaten Hinrichtungen auf denselben Tag terminiert haben. Zuletzt war dies am 13. August 2026 der Fall gewesen, als Alabama, Oklahoma und Tennessee Exekutionen durchführten. Historisch betrachtet ist eine solche Häufung eine Ausnahme; der letzte vergleichbare Vorfall vor diesem Jahr datiert auf den 7. Januar 2010.
Die geplanten Vollstreckungen
Die für den 5. November angesetzten Fälle betreffen drei unterschiedliche Verfahren:
In Indiana soll Jeffrey Weisheit hingerichtet werden.
Alabama plant die Vollstreckung gegen .
In Florida ist die Hinrichtung von Jesse Guardado terminiert.
Hintergrund und Kritik
Während die betroffenen Bundesstaaten ihre rechtlichen Verfahren fortsetzen, rückt die zeitliche Konzentration der Vollstreckungen erneut die Debatte über die Todesstrafe in den Mittelpunkt. Kritiker und Menschenrechtsorganisationen beanstanden regelmäßig sowohl die Häufigkeit der Exekutionen als auch die Art ihrer Durchführung.
Kürzlich sorgte zudem ein Bericht über die Kosten der tödlichen Injektion in Tennessee für Aufmerksamkeit. Recherchen des Tennessean ergaben, dass der Bundesstaat seit Januar 2023 knapp 1,2 Millionen US-Dollar für entsprechende Substanzen ausgegeben hat. Dieser Aufwand steht in Kontrast dazu, dass Tennessee zwei seiner letzten drei für 2026 geplanten Hinrichtungen nicht durchführen konnte. Die mangelnde Transparenz hinsichtlich Herkunft und Qualität der eingesetzten Medikamente bleibt ein zentraler Kritikpunkt der Gegner der Todesstrafe.
