Cold Case

Dagmar Knops verschwand 1988 spurlos

Titelbild: Dagmar Knops Bild: Polizei Nordrhein-Westfalen Mönchengladbach

Bild: Polizei Nordrhein-Westfalen Mönchengladbach
In der Nacht vom 28. auf den 29. März 1988 verschwand die 22-jährige Dagmar Knops in Kempen am Niederrhein spurlos. Die Studentin, die in Köln Sozialpädagogik studierte, hielt sich in den Semesterferien bei ihren Eltern auf und verbrachte den Abend mit Freunden im Lokal „Lichtblick“ in der Kempener Altstadt. Gegen 22.15 Uhr verließ sie die Kneipe allein, um den kurzen Fußweg von nur etwa 350 Metern zum Elternhaus in der Siegfriedstraße zurückzulegen. Dort kam sie nie an.⁠


Seit fast 40 Jahren fehlt jede Spur von der jungen Frau. Eine Leiche wurde nie gefunden, dennoch gehen die Ermittler der Staatsanwaltschaft Krefeld und der Polizei Mönchengladbach davon aus, dass Dagmar Knops Opfer eines Tötungsdelikts wurde.
Bereits 2006 hatten sie den Fall erneut aufgenommen, ohne zu einem Ergebnis zu kommen. Besonders rätselhaft bleiben zwei anonyme Briefe aus den Jahren 2005 und 2008, in denen ein unbekannter Verfasser konkrete Orte nannte, an denen die sterblichen Überreste liegen sollten. Die genannten Stellen wurden gründlich untersucht, doch die Suche blieb erfolglos.
Auch der Verfasser der Schreiben konnte nie ermittelt werden.⁠

Nun rollen die Behörden den Cold Case ein weiteres Mal auf. Er gehört zur Öffentlichkeitskampagne „Mord verjährt nicht. Der Niederrhein erinnert sich.“. Am 4. November 2026 wird der Fall in der ZDF-Sendung „Aktenzeichen XY … Ungelöst“ vorgestellt. Kriminalhauptkommissarin Stefanie Kohnen wird im Studio bei Rudi Cerne über den Fall berichten und um Hinweise bitten.
Die Ermittler hoffen dabei auf Zeugen, die sich an eine Gruppe Jugendlicher oder junger Erwachsener erinnern, die am Abend des Verschwindens auf einer Bank in der Nähe des „Lichtblick“ saß. Auch mögliche Mitwisser, denen sich der Täter im Laufe der Jahrzehnte anvertraut haben könnte, stehen im Fokus. Für Hinweise, die zur Ergreifung des Täters oder der Täterin führen, hat die Staatsanwaltschaft Krefeld eine Belohnung von 5.000 Euro ausgesetzt.⁠


Hinweise nimmt die Mordkommission KNOPS unter der Telefonnummer +492161290 oder per E-Mail an MK.Knops.Moenchengladbach@polizei.nrw.de entgegen. Ob nach fast vier Jahrzehnten noch entscheidende Erinnerungen oder Mitwisserschaften ans Licht kommen, bleibt abzuwarten. Der kurze Weg, den Dagmar Knops an jenem Abend nicht mehr schaffte, ist bis heute eines der ungelösten Rätsel am Niederrhein.

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