Titelbild: Amy Lopez, Polizei Koblenz
Im Mordfall Amy Lopez, der seit 1994 als ungelöster Cold Case galt, hat die Polizei nach mehr als 31 Jahren einen entscheidenden Durchbruch erzielt. Die damals 24-jährige US-amerikanische Studentin und Touristin Amy Lopez wurde am 26. September 1994 in Koblenz brutal ermordet. Ihre Leiche wurde kurz nach der Tat von spielenden Kindern unterhalb der Festung Ehrenbreitstein entdeckt. Das Opfer war weitgehend entkleidet, wies schwere Kopfverletzungen, mehrere Messerstiche im Oberkörper sowie Strangulationsmale auf und war zuvor sexuell missbraucht worden.
Der Fall blieb jahrzehntelang ungeklärt, obwohl intensive Ermittlungen liefen und immer wieder Zeugenaufrufe erfolgten. Dank moderner forensischer Methoden, insbesondere fortschrittlicher DNA-Analysen, konnte die Kripo Koblenz nun einen dringend tatverdächtigen Mann identifizieren. Am Montag, dem 23. Februar 2026, nahmen Beamte einen inzwischen 81-jährigen Deutschen in seiner Wohnung in der Nähe von Koblenz fest. Gegen den Rentner wurde zuvor ein Haftbefehl erlassen, woraufhin er in Untersuchungshaft genommen wurde.
Die Staatsanwaltschaft Koblenz bestätigte den dringenden Tatverdacht und erklärte, dass der Verdächtige im Zusammenhang mit dem Sexualverbrechen und dem anschließenden Mord stehe.
Für die Familie von Amy Lopez in Texas könnte diese Entwicklung nach über drei Jahrzehnten voller Ungewissheit und Schmerz endlich einen Schritt in Richtung Gerechtigkeit und inneren Frieden bedeuten.
Die Ermittler hoffen, durch die Festnahme und die laufenden Vernehmungen weitere Details zur Tat und zum Tathergang klären zu können, um den langjährigen Cold Case endgültig abzuschließen.
