Afrika

Vor 30 Jahren lief der Völkermord in Ruanda- Paul Kagame hat sich niemals zu seiner Verantwortung bekannt

Titelbild Beispielbild Ruanda

Der Präsident Ruandas, Paul Kagame, ist wegen des Genozids in Ruanda und des Krieges im Kongo Ende der 90er Jahre umstritten.

Im Sommer 1994 stoppten Tutsi-Rebellen unter Kagames Kommando den Völkermord in Ruanda. 800.000 Tutsi und gemäßigte Hutu waren bereits der Armee und den Milizen zum Opfer gefallen.
Die Täter flohen zusammen mit Hunderttausenden von Hutu vor den Rebellen Kagames in den Osten des Kongo und setzten dort ihre Gewalttaten fort.
Günstling Laurant Kabila löste die Flüchtlingslager militärisch auf und marschierte binnen sieben Monaten nach Kinshasa, wo der Kongolesenführer die Macht übernahm.
Dieser Krieg zog alle Nachbarstaaten in Mitleidenschaft und führte zu neuen Gräueltaten.

Der Bericht dokumentiert systematische, weitverbreitete Übergriffe auf ruandische Hutu-Flüchtlinge und kongolesische Hutu-Zivilisten.
Diese Verbrechen könnten, wären sie Gegenstand eines Verfahrens vor einem ordentlichen Gericht, zum Tatbestand des Völkermordes werden.
Die Zahl der Opfer ist schwer zu beziffern, dürfte sich aber in einem Bereich von mehreren zehntausend bis zu mehr als hunderttausend Menschen bewegen.

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