Sandkunst in Graz dram, kasaan media, 2019
Kunst Österreich

Sandkunst in Graz – spektakulär, aber vergänglich

Spektakulär, aber vergänglich

Unter dem Motto „Summer in the City“ gibt es in vielen Städten zahlreiche Events, um den Leuten das Stadtleben oder das Zuhausebleiben zu versüßen, insbesondere da in diesem Jahr durch Covid-19 für sehr viele Menschen der Sommerurlaub ausgefallen ist.

In der steirischen Landeshauptstadt Graz hat man schon des öfteren mit vergänglicher Kunst auf sich aufmerksam gemacht. Seit Jahren zieht in der Adventszeit die größte Eiskrippe der Welt zahlreiche Besucher an.

Was also bietet sich im Sommer mehr an, als mit Sand zu arbeiten. Wenn die Leute nicht an einen Strand fahren können, muss der Strand in die Stadt geholt werden. So ließ man am Grazer Hauptplatz vor dem Rathaus riesige Mengen Sand abkippen. Wer aber glaubte, man wolle den Kindern der Stadt die Möglichkeit geben, Sandburgen zu bauen, wurde eines Besseren belehrt.

Poseidon, der Gott des Meeres, ist die Sandskulptur der niederländischen Künstlerin Marielle Heessels.

Es wurden vier internationale Künstler aus Belgien, Kanada, Italien und den Niederlanden angeheuert, um aus den 80 t Sand Szenen der griechischen Mythologie entstehen zu lassen.

Der italienische Künstler Leonardo Ugolini stellte Troja in Flammen dar.

Im Mittelpunkt steht der legendäre Odysseus, der in seinen Abenteuern so manche aussichtslose Gefahr gemeistert hat – für die Stadt Graz und den Grazer Tourismusverband als Organisatoren eine Parallele zu den Herausforderungen, die das Coronavirus aktuell an die ganze Welt stellt.

Odysseus und die Riesenkrake Skylla ist die Skulptur des Belgiers David Enguerrand, in der Künstlerszene auch bekannt als Mac David. 

Eine Woche lang arbeiteten die Künstler an ihren Werken. Geradezu unglaublich und beeindruckend ist das Ergebnis geworden: Fantastische detailverliebte Skulpturen, die jeden faszinieren müssen.

Der in Kanada geborene Künstler David Ducharme entschied sich für Odysseus und die Sirenen.

10 Tage lang sollen sie stehen bleiben – gut geschützt durch Zeltdächer gegen allfällige Regengüsse. Fehlt nur noch der Sandhaufen, an dem sich auch die Besucher künstlerisch betätigen können!

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