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Mimas

Titelbild: Saturnmond Mimas, rechts der riesige Krater Herschel. Aufnahme der Raumsonde Cassini vom 13. Februar 2010. NASA / JPL-Caltech / Space Science Institute – Diese Mediendatei wurde vom Jet Propulsion Lab der US-amerikanischen National Aeronautics and Space Administration (NASA) unter der Datei-ID PIA12570 kategorisiert.

Bei Mimas handelt es sich um einen kleinen, eisigen Mond des Planeten Saturn.

Seine Oberfläche ist stark zerkratzt und hat einen Durchmesser von etwa 400 Kilometern. Bekannt ist er vor allem für seinen riesigen Krater Herschel.

Er nimmt fast ein Drittel des Mondes ein und verleiht ihm das Aussehen eines Todessterns. Unter der Kruste von Mimas könnte sich ein Ozean verbergen, in dem die Bedingungen für Leben günstig sein könnten. Es gibt Anzeichen dafür, dass der Ozean unter Mimas lebensfreundliche Bedingungen wie ausreichende Wärme, hohe Salzgehalte und eine mögliche chemische Diversität bietet.

Der Ozean auf Mimas ist schätzungsweise 70 bis 80 Kilometer tief, was bedeutet, dass etwa die Hälfte des Volumens von Mimas aus flüssigem Wasser besteht. Der Ozean befindet sich in einer Tiefe von etwa 20 bis 30 Kilometern unter der eisigen Oberfläche des Mondes. Der Ozean ist relativ jung und entstand vor höchstens 25 Millionen Jahren.

Das Leben auf Mimas wird durch die starke Sonneneinstrahlung, die dünne Eisschicht und die geringe Erdoberfläche erschwert. Die Suche nach Leben auf Mimas würde die Entsendung einer Raumsonde erfordern, die in der Lage ist, die Eisschicht des Mondes zu durchdringen und Proben aus dem Ozean zu entnehmen.

Diese Proben könnten dann Gegenstand von Untersuchungen auf Spuren von organischem Material oder mikrobiellen Zellen sein. Eine solche Mission ist technisch sehr anspruchsvoll und mit hohen Anforderungen an Präzision und Zuverlässigkeit verbunden.

Konkrete Pläne für eine solche Mission gibt es noch nicht, aber einige Forscher skizzieren Szenarien. Eine andere Möglichkeit wäre, die Oberfläche von Mimas nach Hinweisen auf geysirartige Eruptionen zu untersuchen. Dabei könnte Material aus dem Ozean an die Oberfläche geschleudert werden. Dies wäre eine ähnliche Situation wie auf dem Saturnmond Enceladus, der dafür bekannt ist, dass er solche Fontänen ausspuckt.

Auch auf Mimas könnte es solche Ausbrüche geben. Allerdings sind sie seltener und schwächer. Ein leistungsfähiges Teleskop oder eine neue Raumsonde in der Nähe von Mimas wäre nötig, um sie zu entdecken.

Quelle: NASA / JPL-Caltech / Space Science Institute

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