Rezepte

Kochen am Krisenherd (3) Brennesseln

Titelbild Brennnessel/rms,kasaan media, 2022

Eigentlich gibt es kaum eine Pflanze, die in vielen Gärten verpönter ist wie die Brennessel. Als stark wucherndes Unkraut, das noch dazu bei Berührung ein unangenehmes Brennen verursacht, werden Brennesseln oft sofort bekämpft.

Immer mehr rückt aber auch die Brennessel wieder ins Bewusstsein einer gesunden Küche, insbesondere im Frühjahr. Dies sowohl als Heilpflanze, aber auch als vitaminreiches Gemüse.

Noch dazu sollte man nicht vergessen, dass die Brennessel eine wichtige Futterpflanze für zahlreiche Schmetterlingsarten ist. Die Raupen des Kleinen Fuchses oder des Tagpfauenauges ernähren sich ausschließlich von den Blättern der Brennessel.

Raupen des Tagpfauenauges auf Brennesselblättern, hjk 2010


Wer die Möglichkeit hat, sollte den Brennesseln daher immer eine kleine Ecke im Garten gönnen.

Als Heilpflanze ist die Brennessel insbesondere bei Rheuma, Gicht, Gallen- oder Leberproblemen bekannt. Tee aus getrockneten Blättern ist dabei am gebräuchlichsten.

Brennesselblätter bieten sich auch als vielseitiges Gemüse an. Ob Suppe, Brotaufstrich oder Spinatersatz, es gibt viele Verwendungsmöglichkeiten

Ernten sollte man immer die jungen Blätter, die man am besten mit Handschuhen abpflückt und gut wäscht. Es spielt dabei keine Rolle, ob man die Blätter der Großen Brennessel (urtica dioia) oder die der Kleinen Brennessel (urtica urens Annuel) verwendet.

Sollte es doch einmal zu einer Berührung mit den Brennhaaren kommen, kann man die Blätter von Spitz- oder Breitwegerich, die man in fast jedem Garten findet, auf der Stelle verreiben. Der Juckreiz wird sofort gemildert.

Brennesseln als Spinat gekocht enthalten wesentlich mehr Eisen als herkömmlicher Spinat. Auch Vitamin C, Vitamin A, Magnesium oder Kalium sind in viel höheren Mengen vorhanden, als z.B. in Kopfsalat.

Nichtsdestotrotz sollte man Brennesseln nicht täglich verzehren, weil sie durch das Wachstum auf insbesondere stickstoffreichen Böden auch viel Nitrat enthalten.

Einige interessante Rezepte und Verarbeitungsmöglichkeiten haben wir hier rausgesucht.

Wir wünschen gutes Gelingen und gesunden Appetit.

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