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Kathie Zacharia: Trumps Sprecherin nach vier Tagen gefeuert

Titelbild: Kathie Zacharia/Andrea Hanks/White House/ Public Domain

Der schnellste Abschied im Weißen Haus seit langer Zeit ist am Freitag besiegelt worden. Katie Zacharia, erst am Montag als neue Pressesprecherin von Donald Trump vereidigt, wird den Posten nach nur fünf Tagen wieder räumen. Ein ranghoher Regierungsbeamter bestätigte das der Deutschen Presse-Agentur, einen genauen Zeitpunkt nannte er nicht. Trump selbst stellt es anders dar. Er habe ihr nahegelegt, über einen Rücktritt nachzudenken, die Entscheidung liege bei ihr. Mehrere US-Medien berichten dagegen klar von einer Entlassung.


Ihr Start war von Anfang an holprig. Die erste Pressekonferenz am Dienstag dauerte gerade einmal vierzehn Minuten, sie beantwortete Fragen von drei Journalisten, wirkte nervös, verhaspelte sich und beendete den Auftritt selbst. Später sagte sie, sie habe kaum Zeit zur Vorbereitung gehabt, der kurze Auftritt sei ohnehin so vorgesehen gewesen, weil Trump im Anschluss selbst sprechen wollte. Im Weißen Haus wurde schon gewitzelt, sie müsse sich schnell deutlich verbessern, sonst breche sie den Rekord von Anthony Scaramucci, der 2017 nach zehn Tagen flog.

Unter Druck geriet sie aber vor allem wegen ihrer Qualifikation. Trump hatte sie bei der Ernennung am Sonntag als „attorney“vorgestellt, sie selbst bezeichnete sich in Interviews als Anwältin. Recherchen des Journalisten Judd Legum zeigten dann, dass sie die Anwaltsprüfung in Kalifornien 2011 nicht bestanden hatte und in keinem US-Bundesstaat zugelassen ist. Auf die direkte Frage, wo sie denn zugelassen sei, wich sie aus und verwies auf ihre Zeit in China, wo sie als Associate in einer Pekinger Kanzlei gearbeitet hatte.



Damit nicht genug. In sozialen Netzwerken tauchten alte Posts von ihr auf, die sie inzwischen gelöscht hat. Darunter die Verbreitung der Pizzagate-Verschwörung, wonach John Podesta pädophil sei, sowie ein Post, in dem sie die Verschwörung teilte, Michelle Obama sei ein Mann, und dabei auf den Tod von Joan Rivers anspielte. Für eine Pressesprecherin, die die Medienlandschaft beruhigen sollte, war das tödlich.

Trump äußerte selbst Zweifel an ihrer Eignung, sagte aber zugleich, sie sei von den Medien schlecht und unfair behandelt worden und habe in den vergangenen Tagen gelitten. Er wünsche ihr, dass sie ein gutes Leben habe. Zacharia selbst schrieb auf X, es sei ihr eine Ehre gewesen, für Trump zu arbeiten. Sie kam von der Trump Media & Technology Group, war kurz stellvertretende Sprecherin im Heimatschutzministerium und zuvor Kommentatorin bei Fox News und Newsmax. Ihre Vorgängerin Karoline Leavitt hatte das Amt Ende August verlassen.

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