Rezepte

Frühling-Spanferkel-Grillzeit

Wenn der Frühling endlich Einzug hält, erwacht nicht nur die Natur zu neuem Leben, sondern auch bei vielen Grillbegeisterten und reisenden Grillmeistern die Lust auf ein echtes Highlight: das Spanferkel vom Rost.

Gerade jetzt, wenn die Tage länger werden, die Temperaturen milder und die ersten Garten- oder Terrassenpartys anstehen – oft rund um Ostern oder die Maifeiertage –, ist die perfekte Zeit gekommen, dieses saftige, knusprige Festmahl zuzubereiten. Der Frühling bringt mit sich frische Kräuter, junge Zwiebeln und eine Atmosphäre, die nach langer Winterpause geradezu nach einem großen, gemeinsamen Grillereignis schreit.



Ein gutes Spanferkel gelingt vor allem durch sorgfältige Vorbereitung und Geduld. Idealerweise besorgt man sich das Ferkel bereits einige Tage vorher beim Metzger oder direkt vom Erzeuger – am besten ein Exemplar aus artgerechter Haltung mit einem Gewicht zwischen 8 und 18 Kilogramm, je nachdem, wie viele Gäste kommen sollen. Schon am Vortag beginnt die eigentliche Magie: Das Spanferkel wird gründlich gewaschen, trocken getupft und die Schwarte rautenförmig oder quadratisch eingeschnitten – nicht zu tief, damit das Fett schön austreten und eine unwiderstehlich knusprige Kruste entstehen kann. Danach kommt eine würzige Marinade zum Einsatz, die aus einer Mischung von Olivenöl, Knoblauch, frischen Kräutern wie Rosmarin, Thymian und Majoran, reichlich Salz, Pfeffer, etwas Senf, Honig oder Ahornsirup und gerne auch einem Schuss Bier oder Apfelwein besteht.

Diese Masse wird großzügig innen und außen eingerieben, sodass die Aromen über Nacht tief ins Fleisch ziehen können. Wer es besonders intensiv mag, lässt das Ganze sogar 36 bis 48 Stunden im Kühlschrank oder an einem kühlen Ort ruhen.

Am großen Tag selbst braucht man einen soliden Grill mit Drehspieß – am besten einen Gas- oder Holzkohlegrill mit indirekter Hitzezone und Motorspieß, denn ständiges Drehen ist das Geheimnis für gleichmäßiges Garen und diese legendäre Kruste. Den Grill heizt man auf etwa 140–160 °C vor, platziert eine Auffangschale mit etwas Wasser, Bier oder Apfelsaft darunter, um Feuchtigkeit zu spenden und Tropffett aufzufangen. Die empfindlichen Stellen wie Ohren, Rüssel, Schwanz und Füße wickelt man sicherheitshalber in Alufolie, damit sie nicht verbrennen. Nun wird das Spanferkel aufgespießt – die Stange führt idealerweise durch Maul und After, zusätzliche Halterungen an Beinen und Rücken sorgen für Stabilität. Ab jetzt heißt es: 4 bis 8 Stunden (je nach Größe) geduldig grillen, immer wieder mit einer Mischung aus Öl, Bier und Gewürzen einpinseln, damit die Haut schön knusprig wird und nicht austrocknet.

Gegen Ende, wenn die Kerntemperatur in der dicksten Stelle (meist Schulter oder Keule) etwa 68–75 °C erreicht hat, darf die Hitze noch einmal kräftig hochgedreht werden – auf 200–220 °C –, damit die Schwarte richtig platzt und diese herrlich goldbraune, kross-knusprige Textur bekommt. Ein Bratenthermometer ist hier der beste Freund jedes Grillmeisters, denn rohes Schwein möchte niemand servieren, aber trockenes Fleisch erst recht nicht.



Während das Spanferkel vor sich hin brutzelt, duftet es schon meilenweit und lockt die Gäste an. Dazu passen im Frühling wunderbar frische Beilagen: knusprige Bratkartoffeln aus neuen Kartoffeln, ein würziger Sauerkraut-Salat mit frischen Kräutern, grüner Spargel vom Grill, ein frischer Gurkensalat mit Dill oder einfach nur rustikales Bauernbrot und ein kühles Bier oder ein spritziger Weißwein. Für den reisenden Grillmeister lohnt es sich, eine kompakte Marinierbox, ein tragbares Thermometer und Alufolie immer dabei zu haben – so wird aus jedem Ausflug schnell ein kleines Spanferkel-Fest.

Am Ende, wenn das Ferkel endlich vom Spieß genommen, etwas ruhen gelassen und dann fachmännisch zerlegt wird, entsteht dieses unvergleichliche Gemeinschaftsgefühl: knusprige Haut, zartes saftiges Fleisch und der Duft des Frühlings in der Luft.

Mit etwas Vorbereitung, der richtigen Ausrüstung und viel Liebe zum Detail wird jedes Spanferkel im Frühling zu einem unvergesslichen Erlebnis – genau das, wovon Grillmeister träumen, wenn die ersten warmen Sonnenstrahlen die Saison einläuten. Guten Appetit und viel Spaß beim Grillen!

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