Titelbild,: Muhittin Güney/Polizei KölnMuhittin Güney (auch als Muhittin Günay oder ähnlich geschrieben) war ein 31-jähriger Unternehmer mit türkischen Wurzeln, der in den 1990er Jahren in der Region Köln/Rösrath lebte und arbeitete. Er betrieb in Rösrath mindestens einen Kiosk namens „Mufti’s Treff“ und zusätzlich ein Sonnenstudio in Köln-Vingst.
Güney war in der lokalen Geschäftswelt aktiv und pflegte Kontakte ins Kölner Umland. Am frühen Morgen des 29. Mai 1996 entdeckten Spaziergänger seine Leiche auf einem Waldweg am „Alter Deutzer Postweg“ in Köln-Ostheim. Die Obduktion ergab, dass er durch mehrere Messerstiche in den Oberkörper getötet worden war. Danach hatten die Täter die Leiche mit Benzin übergossen und angezündet. Der brutale Mord blieb über 30 Jahre lang ungeklärt.
Im Jahr 2026 hat die Kölner Polizei mit der neu gegründeten EG Cold Cases den Fall wieder aufgenommen. Neue Spurenauswertungen und moderne Ermittlungsansätze sollen nun endlich Licht ins Dunkel bringen. Fahndungsplakate wurden unter anderem in Rösrath in der Nähe des ehemaligen Kiosks aufgehängt, um Zeugen aus der damaligen Zeit zu erreichen. Bis heute ist nicht geklärt, ob es einen oder mehrere Täter gab und welches Motiv hinter der Tat steckte. Die Polizei bittet die Bevölkerung weiterhin um Hinweise.
Der Fall Güney steht exemplarisch für viele Cold Cases aus den 1990er Jahren, bei denen damals noch begrenzte forensische Möglichkeiten zur Verfügung standen. Heute erhoffen sich die Ermittler durch DNA-Analysen, digitale Spuren und erneute Zeugenaufrufe einen Durchbruch. Für die Familie und die damalige Community in Rösrath und Köln bleibt der gewaltsame Tod des jungen Kioskbetreibers eine offene Wunde.
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