Titelbild: Raststätte Frankenhöhe, kasaan media, 2026
Die Raststätte Frankenhöhe an der A6, sowohl auf der Nord- als auch auf der Südseite bei Aurach, zieht seit Jahren massive Kritik auf sich – vor allem wegen unverschämter Preise, die viele Autofahrer als reine Abzocke empfinden. Wer hier anhält, zahlt für alltägliche Dinge oft das Doppelte oder Dreifache im Vergleich zu normalen Supermärkten, Tankstellen abseits der Autobahn oder sogar benachbarten Autohöfen. Eine kleine Flasche Wasser für fast 3 Euro, ein simples Bratwurstbrötchen plötzlich über 9 Euro, ein Cappuccino to go für knapp 5 Euro oder eine Tüte Chips für 6 Euro – solche Preise sind hier keine Ausnahme, sondern trauriger Alltag.

Tote Hose, Raststätte Frankenhöhe, kasaan media, 2026
Der ADAC hat in mehreren Tests und Preisvergleichen immer wieder festgestellt, dass Raststätten wie Frankenhöhe in der Kategorie Preise regelmäßig nur „mangelhaft“ oder schlechter abschneiden, während fast alle getesteten Anlagen in diesem Punkt durchfallen.
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Besonders auffällig wird der Unterschied, wenn man direkt nebenan einen Autohof anschaut.
Dort kostet dieselbe halbe Liter Wasserflasche oft nur 75 Cent bis 1 Euro, während sie auf der Raststätte Frankenhöhe Nord oder Süd locker 2,99 Euro verschlingt – ein Aufschlag von teilweise 300 Prozent. Ähnlich extrem ist es beim Sprit. Tank & Rast und die Pächter verlangen hier oft 30–40 Cent mehr pro Liter als vergleichbare Tankstellen in der Region. Viele Fahrer berichten, dass sie genau deswegen lieber durchfahren oder extra ein paar Kilometer Umweg in Kauf nehmen, um nicht in diese Preisfalle zu tappen.
Die Begründung der Betreiber, man müsse schließlich 24/7-Service, teure Mieten und Lage direkt an der Autobahn finanzieren, überzeugt die meisten Kritiker nicht mehr – schließlich gibt es genug Beispiele für faire Preise auch an stark frequentierten Stellen.
Dazu kommt, dass die hohen Preise oft mit einem eher durchschnittlichen bis enttäuschenden Gesamterlebnis einhergehen.
Viele Besucher beschreiben in Bewertungen unhöfliches oder überfordertes Personal, ungepflegte Toiletten, leere Theken am Abend oder einfach nur fade, lieblos zubereitete Imbissware zu Restaurant-ähnlichen Preisen. Manche nennen die Anlage sogar „Rasthof des Grauens“ oder raten schlicht „Nicht anhalten!“.
Trotz alledem bleibt die Raststätte Frankenhöhe für viele Fernfahrer und Urlauber auf der A6 leider oft die erste und einzige Option, wenn die Blase drückt oder der Tank leer ist – und genau das nutzen die Betreiber offenbar schamlos aus. Wer hier einkehrt, fühlt sich schnell ausgenutzt und ärgert sich hinterher doppelt: über den leeren Geldbeutel und darüber, dass es an Deutschlands Autobahnen immer noch so wenige echte Alternativen zu diesem Preisniveau gibt.
