Deutsche Politik

Das „Irrenhaus“ am Rande der Stadt- Knappschaftskrankenhaus Püttlingen

Titelbild: AI/kasaan media 2026
Nachbetrachtungen zur Knappschaftsklinik in Püttlingen: Es ist eben nicht alles Gold, was zunächst glänzt.

Es ist eine von politischem Sparzwang errichtete Fassade, die nach und nach bröckelt. So sehr sich einige auch dagegen stemmen durch unermüdlichen Fleiß, Nächstenliebe und Liebe zu ihrem Beruf und der sozialen Verantwortung, die ein medizinischer Heilberuf nun mal mit sich bringt. Irgendwann werden immer mehr Bereiche des Krankenhauses betroffen sein. Innerhalb von Monaten ist die Atmosphäre unter Angestellten und Patienten frostig geworden. Schade um das wohl vormals beste Krankenhaus in der Region.

Auch als das umtriebige Sturmtief „Luise“ an der Fassade der Klinik laute Knallgeräusche verursachte und man auf den mehrfachen Hinweis erschrockener Patienten hin eigentlich die Feuerwehr hätte rufen müssen, saß der Pförtner ungerührt vor seinem Bildschirm und fühlte sich durch die Patienten sichtlich gestört. Wie gesagt, es sind schwer kranke Menschen darunter, die ihre eigenen Ängste verspüren, dazu durch Ereignisse, die normal sind und sich dadurch multiplizieren.

Der Baum schien umzufallen. Es knackte bedrohlich, egal, die Flimmerkiste lief. Den vollbärtigen Info-Beauftragten an der Loge im Erdgeschoss interessierte es nicht die Bohne, interessierte der Sturm nur, solange er Internet hatte und nicht von den lästigen Patienten gestört wurde.

Sollen sie doch erschlagen werden, dann haben wir wieder Patienten. Sicherungspflicht? Warum, es ist Sonntag. Es kommen Soaps und anderes.
Seine Lakaien, die an ihm vorbeiziehen, er war sogar zu faul, um zu grüßen.

Weiter war es ihm auch egal, als der Aufzug ausfiel. Der Techniker käme irgendwann. Es wäre nicht seine Schuld, wenn der Aufzug dunkel ausfiele; sein gestörter Sonntag war verdorben. Die bösen Patienten.

Tja, der Lift blieb stehen und bewegte sich nicht mehr.

Der technisch überforderte Getränkeautomat gegenüber spuckte statt Espresso für 3,60 Euro eine Pfütze aus Reinigungsflüssigkeit aus. Macht nichts, es sind ja nur Patienten, die das bezahlen müssen. Daneben der Automat in der neuen unansehnlichen Automatenlandschaft, der ab 1. Januar 2027 die Kantine ablösen soll. Weisse Tetrapacks ,it einer leckeren Cellophanschicht verdecken das, was es ist, Gestank für überteuerte Preise, 65 Menüs für 30 Leute, die allein in der Pause anstehen, dann ist sie vorbei, die Pause. Gewöhnliche Gummibären für 2,50 Euro die Tüte, oder ein Kaffee, wenn er funktioniert in diesem modernen Bauchladen für 3 Euro.

Die kleine Flasche Sprite für 2.50 Euro. Gewinnmaximierung aus der Automatenlandschaft, die nur teilweise funktioniert.

Die Kaffeekich wird dichtgemacht. Zu teuer oder einfach nicht mehr zeitgemäss, die Frau Ministerin Warken war ja im Sommer da. Werbewirksam durchzschnitt sie ein Band und dann ewas eingeweiht. Kostendruck und Realanspruch der Politik. Erfolgskonzepte der Regierung, die sich samt der Klinik schon lange von ihrem eigenen Anspruch entfernt hat.

Der Pförtner mit dem modischen Haarschnitt und dem schlechten Benehmen lehnte sich vor dem Monitor erneut zurück. Zwei Tage später vollbrachte er die Heldentat, die seineExistenz in diesem beruflichen Zusammenhang überhaupt rechtfertigte.

Als es dunkel war, schritt er wie aufgezogen, ferngesteuert an den Patienten vorbei, die alle rauchten, und visierte mit schnellen, wütenden Schritten auf die einzige Frau zu, die nicht rauchte. Diese sprach, wie vermessen, gerade mit einer pensionierten Köchin über Rouladen.In Rapsöl angebraten, doch lieber mit Spreewaldgürkchen oder im Backofen. Aber sie hatte in seinen Augen etwas zum Baum und zur Fassade gesagt. Zwei Tage zuvor, dafür kam jetzt die Retourkutsche.

Nun begann er in der ausgwiesenen Rauchverbotszone seinen Epos und bepöbelte die Frau, die nicht laufen konnte und nicht rauchte, für das Lebensunglück, Pförtner zu sein. Die gesamte Intolereanz gegenüber Rauchern musste schon sein und ein Sündenbock war gefunden. An die Steuereinahmen des Staates dachte er nicht.

Dabei ließ er nichts aus, was seinem Frust Einhalt gebieten konnte.
Wie gesagt, er hetzte gegen Raucher und suchte sich die wahrscheinlich einzige Frau heraus, die nicht rauchte, und erklärte ihr, sie solle die Kippen wegmachen. Mit seinem Finger zeigte er auf den Mülleimer.

Sie sei schuld, dass diese im und auf dem Mülleimer lagen. Raucher hätten in ein Häuschen unter dem Baum zu gehen, durch Dreck zu waten. Sie alle könnten ja aufhören zu rauchen. Alles gut.

Dabei lief er auch an dem Kettenraucher im Rollstuhl vorbei, der mit nackten amputierten Füßen , wie ein Mahnmal seine Marlboro qualmte, mit halb geschlossenen augen, im trüben Herbstwetter nur mit einem Unterhemd bekleidet.

Dass der Pförtner die falsche Frau in schlechtem Deutsch beleidigte und dabei Grundsätze der Grammatik vergaß, machte den Rest seines gestammelten, gegrunzten Vortrages sinnfrei. Intoleranz gegenüber Rauchern, die dann auf der Frau rumtraten, die nicht rauchte, das war sein böser Plan, wenn er im Stande war einen solchen zu fassen.
Dann verschwand er wieder, wahrscheinlich kam die nächste Serie. Es war bodenlos respektlos, menschenverachtend und böswillig zynisch, was er getan hatte.

Auch in anderem Zusammenhang wurde es nicht besser, eher verharrte man auf dem Punkt, den man am Tag zuvor schon überschritten hatte.

Kulinarische Genüsse zu wiederholen, darauf versteht sich, die lieblos zusammengestellte Abendplatte mit achtmal Karottensalat und achtmal Camembert in sieben Tagen. Immerhin, manchmal ein kleines Stück Wurst dazu.

Ob die ehemalige Frau Ministerin Warken ahnt, was sich wirklich in dem Bau am Rande der Stadt abspielt?

Man möchte Friedrich Merz zurufen: Wach auf, Friedrich, deine dir anvertrauten Politik-Patienten werden unruhig. Jeder Dritte, der dann im Häuschen rauchte, unter dem Baum, wollte AfD wählen, aus Wut oder schlichter Verzweiflung.

Die betroffene Patientin stellte uns die Petition nach Artikel 17 GG (Petitionsrecht) an den Deutschen Bundestag zur Verfügung, es erreicht, die sich das haben einfallen lassen. Die Petition ist erheblich länger , doch andere Teile sind nicht öffentlich, diese sinsd den Fraktionsvorsitzenden der demokratischen Parteien im Bundestag vorab mitgeteilt worden.

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