Titelbild: Beispielbild PixabayWaldbrand in der Eifel: 100 Hektar verbrannt – Kampf gegen Flammen und Munitionsgefahr im Hürtgenwald
In der Eifel bei Hürtgenwald im Kreis Düren wüten seit Tagen Waldbrände. Nach Angaben der Behörden sind bereits rund 100 Hektar Waldfläche verbrannt.
Besonders problematisch: Das Gebiet ist wegen der Schlacht im Hürtgenwald 1944/45 stark mit Munition und Blindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg belastet.
Die Löscharbeiten gestalten sich deshalb extrem schwierig. Feuerwehr und Einsatzkräfte können nicht überall mit schweren Fahrzeugen vorrücken, weil die Gefahr von Explosionen besteht. In einigen Bereichen muss aus der Luft gelöscht werden. Zudem behindert unwegsames Gelände die Arbeit der Einsatzkräfte.
Aufgrund der Rauchentwicklung und der unklaren Lage wurden Teile des Waldgebiets gesperrt. Wanderer und Spaziergänger wurden aufgefordert, das Gebiet zu meiden. Evakuierungen von Wohngebieten waren Stand jetzt nicht notwendig, die Behörden beobachten die Lage aber stündlich. Sollte sich der Wind drehen oder das Feuer auf bewohntes Gebiet übergreifen, stehen Evakuierungspläne bereit.
Der Hürtgenwald gilt als einer der munitionsreichsten Wälder Deutschlands. Noch heute werden bei Waldarbeiten regelmäßig Granaten, Minen und andere Kampfmittel gefunden. Bei Hitze und Trockenheit steigt die Waldbrandgefahr massiv. Schon kleine Funken können große Flächen erfassen und alte Munition zur Explosion bringen.
Kreisverwaltung und Feuerwehr appellieren an die Bevölkerung: Betreten Sie gesperrte Bereiche nicht. Achten Sie auf offizielle Warnungen über KATWARN, NINA oder Lokalradio. Bei Rauchentwicklung sofort die 112 wählen.
Die Ursache des Brandes ist noch unklar. Die Polizei hat Ermittlungen aufgenommen. Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.
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