Deutschland

Weidel’s widerliche AfD – Propaganda – Show

Titelbild: Alice Weidel, Sandor Hanlank, Wikipedia 4.0

Im ZDF-Sommerinterview nutzte die AfD-Co-Vorsitzende Alice Weidel eine aggressiv konfrontative Rhetorik, die von Kritikern und journalistischen Faktenchecks als verzerrend, hetzerisch und beleidigend eingestuft wurde. Sie brach mit politischen Sprachkonventionen, indem sie amtierende Spitzenpolitiker pauschal als „Flachzangen“ titulierte, wovon sie namentlich den CDU-Vorsitzenden Friedrich Merz und den SPD-Vorsitzenden Lars Klingbeil einbezog.


Die AfD-Chefin begründete diese Wortwahl mit dem Vorwurf, die Bevölkerung werde von der damaligen Regierung systematisch belogen und über den Tisch gezogen, da absichtlich oder aus Unfähigkeit das Gegenteil von Wahlversprechen umgesetzt werde. Neben diesen verbalen Herabsetzungen griff Weidel auf eine stark polarisierende Migrationsrhetorik zurück, zeichnete mit Verweisen auf allgegenwärtige Messerattacken und Gruppenvergewaltigungen ein extremes Bedrohungsszenario für die innere Sicherheit und forderte radikale Maßnahmen wie die Schließung der nationalen Grenzen sowie den Austritt Deutschlands aus dem Schengen-Abkommen. Der Hass war unerträglich.


Unabhängige Analysen und der offizielle Faktencheck des ZDF entlarvten dabei zentrale Behauptungen als sachlich falsch oder grob irreführend.
Besonders deutlich wurde dies bei Weidels Behauptung zur Migrationspolitik, es seien im Vorjahr 306.000 Arbeitslose eingebürgert worden. Diese Zahl erwies sich als manipulative Verdrehung der offiziellen Statistik der Bundesagentur für Arbeit, da sie tatsächlich alle Personen abbildete, die im Dezember des Vorjahres arbeitslos gemeldet waren und irgendwann im Laufe ihres Lebens die deutsche Staatsbürgerschaft erhalten hatten – eine aktuelle Einbürgerungswelle von Arbeitslosen lag somit nicht vor.
Auch ihre ökonomischen Argumente hielten einer datenbasierten Prüfung nicht stand.
Weidel bezeichnete den Euro als fundamentale Ursache für eine breite Verarmung der arbeitenden Bevölkerungsschichten und deklarierte die Gemeinschaftswährung als instabil, was den offiziellen Daten des Bundesfinanzministeriums zur langfristig stabilen Inflationsrate widersprach.


Wissenschaftliche Wirtschaftsinstitute belegten im Gegenteil, dass Deutschland massiv von der Währungsunion profitiert hatte, weshalb Experten vor den verheerenden wirtschaftlichen Schäden eines von Weidel geforderten Euro-Ausstiegs warnten. Wenn der Moderator gezielte Nachfragen zur praktischen Umsetzung von Abschiebungen stellte oder nach Rücknahmeabkommen mit Herkunftsländern fragte, wich die AfD-Politikerin konkreten Antworten aus und flüchtete sich stattdessen in populistische Parolen über Generalprävention und die totale Abschottung.
Ihre unsubstanziierten Angriffe richteten sich zudem vehement gegen die demokratische Parteienlandschaft, indem sie die etablierte Brandmauer als zutiefst undemokratisch denunzierte und der CDU den baldigen politischen Untergang voraussagte. Trotz der nachweisbaren Falschaussagen und der scharfen Angriffe inszenierte sich Weidel im Gespräch strategisch als unnachgiebige Stimme gegen „die da oben“, um gezielt Ängste vor Überfremdung, Kriminalität und Wohlstandsverlust für den damaligen Landtagswahlkampf zu instrumentalisieren.


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