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Mehr Schein als Sein – die Wahlleistungsstation des Klinikums Winterberg /Saarbrücken

Titelbild: Winterberg/Saarbrücken, kasaan media, 2026

Nach außen schön – in Wahrheit desaströs. Sind Wahlleistungsstationen ihr Geld wert? Das Beispiel des Klinikums Winterberg, Saarbrücken. 


Verbale Misshandlungen seitens des Personals – Das Beispiel Klinikum Saarbrücken Winterberg




Das Klinikum Saarbrücken auf dem Winterberg, ein kommunales Maximalversorgungshaus mit vielen Fachabteilungen, wirbt auf seinen Wahlleistungsstationen wie der Stationenoder ähnlichen Privatbereichen mit einem besonders komfortablen Aufenthalt, hotelähnlichem Ambiente, hochwertiger Ausstattung und stilvollen Duschbädern.  
In der Realität berichten jedoch zahlreiche Patienten von erheblichen Diskrepanzen zwischen der offiziellen Darstellung und den tatsächlichen Gegebenheiten vor Ort. Besonders häufig und kritisch wird der bauliche und hygienische Zustand der Sanitäranlagen thematisiert – ein Thema, das sich durch viele Erfahrungsberichte zieht und bei kranken, teilweise immobilen Patienten für zusätzliche Belastung sorgt.


Viele Betroffene beschreiben, dass die Rohrleitungen und Abflusssysteme auf den Privatstationen deutlich unterdimensioniert und veraltet sind. Das führt zu wiederkehrenden Problemen wie langsamen oder verstopften Abflüssen, Rückstau in den Toiletten und Waschbecken sowie einem generell unhygienischen Eindruck.

Verstopfte Abflüsse, kasaan media, 2026

 

In manchen Fällen wird den Patienten sogar vollmundig empfohlen, statt der eigenen Zimmertoilette das Besucherklo auf dem Flur zu nutzen, weil die hauseigenen Anlagen nicht zuverlässig funktionieren oder schlicht nicht ausreichen.
Solche Hinweise kommen besonders dann, wenn mehrere Patienten auf einer Station gleichzeitig betroffen sind oder die baulichen Mängel durch starke Nutzung verstärkt werden. Dieser Zustand steht in deutlichem Kontrast zu den Erwartungen, die Privatpatienten oder Selbstzahler mit der Buchung einer Wahlleistungsstation verbinden.
Viele hatten auf Einzel- oder Zweibettzimmer mit eigenem, modernem Bad gehofft, wie es in den Flyern und auf der Klinikwebsite vollmundig angekündigt wird. Stattdessen stoßen sie auf eine teils stark in die Jahre gekommene Bausubstanz: rissige Waschbecken, alte Armaturen, abgenutzte Oberflächen, die sich nur schwer richtig desinfizieren lassen, Löcher in den Wänden, primitiv verspachtelte Steckdosen und ein allgemeiner Eindruck von Vernachlässigung, der eher an einen Lost Place als an ein modernes Krankenhaus erinnert und die Genesung nicht gerade fördert.


Hinzu kommen weitere massive infrastrukturelle Probleme, die den Alltag zusätzlich erschweren. Besonders belastend sind die ständig stehenden Aufzüge, die Patienten, Angehörige und Personal regelmäßig zu langen Wartezeiten oder mühsamen Treppenwegen zwingen – eine enorme Belastung für Kranke, Operierte oder mobilitätseingeschränkte Menschen. Hingegen kann es schon sein, dass Frauen im Lift angesprochen werden, ob Taschengeld-Sex drin ist. In einem Krankenhaus!


Ebenso raubt der ständige Hubschrauberlärm der auf dem Winterberg ansässigen Hubschrauberbasis vielen Patienten den letzten Nerv.
Hinzu kommt der beißende Kerosingestank, der bei Starts und Landungen durch die dünnen Wände in die Zimmer zieht. Die Maschinen starten und landen in kurzen Abständen und belasten die Patienten sowohl akustisch als auch geruchlich massiv.
Was besonders irritierend ist: Ein Techniker rannte über die Balkone, auf denen nur handverlesene Gäste rauchen durften, und sah dabei nackte Patienten. Schuld waren wieder die Patienten, die sich darüber beschwerten. Ein wegen einer verstopften Toilette gerufener Klempner fuchtelte genervt mit der Saugglocke herum, nachdem er sie benutzt hatte, so dass es über den Teller des mageren Sonntagsmahls auch noch tropfte. Beschweren sollte man sich nicht als Patient, denn dann beginnt die soziale Ausgrenzung par excellence.


Eine besonders belastende Dynamik ergibt sich sowieso im Umgang mit dem Personal. Viele Patienten erleben das Personal als extrem genervt und durchgehend unfreundlich. Zum Teil als bodenlos unverschämt.
Kranke und geschwächte Patienten berichten, dass sie bei der geringsten Beschwerde oder wenn sie nur vorsichtig aufmucken, gemaßregelt und in ihre Schranken verwiesen werden. Statt Verständnis oder Lösungsansätzen für die offensichtlichen Mängel bekommen sie dann den gesamten Lebensfrust des Personals ab, der sich in Form von verbaler Gewalt, Erniedrigungen und Demütigungen entlädt.


Jeder Satz, jede Frage, die man stellt, gilt als nervig. Die Verachtung für den Patienten soll dieser ja spüren. Wer Fragen stellt, wird immer wieder angebrüllt, bis die Patienten vollkommen devot fragen, ob sie überhaupt eine Frage stellen dürfen – und dafür erneut angebrüllt werden. In herrischem Ton werden sie wie ein Hund niedergemacht. Manche schildern Szenen, in denen Pflegekräfte oder andere Mitarbeiter dumm grinsen, sich selbst offenbar toll finden und die Patienten spüren lassen, dass ihre Erwartungen an eine bezahlte Privatstation überzogen oder lästig seien.


Besonders negativ hervorgehoben wird in mehreren Berichten das sogar unsäglich boshafte Verhalten einiger Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Hier kumuliert sich die verbale Misshandlung in einer Intensität, die viele Betroffene als systematisch und gezielt empfinden.
Patienten fühlen sich regelrecht verfolgt, kontrolliert und schikaniert. Es gibt Schilderungen, wonach Patienten ausgespäht werden – was sie rauchen, essen, trinken oder in ihren Zimmern tun. Berichtet wurde sogar, dass Mitarbeiter nachfragten: „Uns wurde berichtet, dass Sie unterwegs waren, wer hat Sie denn diesmal besucht?“ Es kommt auch vor, dass irgendwelche Personen ohne zu klopfen und ohne sich vorzustellen eintreten und Fragen stellen, um dann wieder zu gehen. In den Stationen wird offensichtlich gut und gerne gelogen und gehetzt über Patienten, die man nicht mag.
Krankenschwestern fühlen sich offenbar erkoren, Patienten zur Causa „Stinker“ zu reden. Patienten, die immobil sind und nicht gewaschen werden, stinken dann angeblich, weil sie einen Pilz haben, den sie selbst nicht wahrnehmen – oder war der Geruch wegen der verstopften Toilette?

Wer ist immer schuld?
Der Patient wird verantwortlich gemacht. Wenn der Patient nicht gesund wird, wird er abgeschrieben. Das Personal raucht selbst, hält aber zum Teil absurde Vorträge über das Rauchen. Manchmal mehrfach am Tag. Sinnfrei und inhaltlich falsch.


Ein beliebtes Spiel ist es, einen Toilettenstuhl vorzuenthalten, und einem am Fuß operierten Patienten zu zwingen, zur Toilette zu laufen, um ihn dann für die Blutspur verantwortlich zu machen, die sich auf dem Boden abzeichnet.


Solche Überwachungspraktiken und Verhaltensweisen, die komplett verboten sind und gegen den Datenschutz sowie die Würde der Patienten verstoßen, sollen sogar in regelrechten Berichten festgehalten worden sein, die intern oder gegenüber Vorgesetzten weitergegeben werden.


Eine der „netten“ Schwestern schwadroniert sogar, dass sie sarkastisch sein müssen, da ihr Verhalten sonst eher undurchdacht und überheblich wirke – und nicht unbedingt aufrichtig. Solche Aussagen unterstreichen den zynischen Umgangston, der alles andere als Wohlbefinden und Genesung fördert.


Hinzu kommt, dass sich Schwestern der Pflege teilweise über ärztliche Anweisungen hinwegsetzen und diese nach eigenem Ermessen umsetzen oder verzögern.
Patienten werden auf manchen Stationen schlicht mal vergessen, bis es zu dramatischen Situationen kommt. Nach einer solchen Odyssee aus Wartezeit, Ignoranz und fehlender Versorgung sind es dann meistens auch wieder die Patienten selbst, die noch schuldig gemacht werden – etwa wenn sie vor Schmerzen fast bewusstlos werden oder sich einnässen, weil sie trotz dringender Bedürfnisse keine Hilfe erhielten. Statt Verständnis oder Unterstützung folgen dann weitere verbale Zurechtweisungen und Demütigungen.


Besonders belastend ist zudem, dass Patienten beim Pflegepersonal um Schmerzmittel betteln müssen, weil eigene Diagnostik und subjektive Einschätzungen der Mitarbeiter in den Mittelpunkt der Genesung gestellt werden. Bei der versäumten Gabe einer Schmerztablette wird dann die Ausrede missbraucht, „Sie haben in der Nacht geschlafen“ – wieder ist der „böse“ Patient schuld, der in der Nacht geschlafen hat. Trotz starker Schmerzen tut die Schwester es mit einer Belehrung ab und grinst fast schadenfroh. Wenn der Patient vollkommen am Boden liegt, reagieren manche mit hämischem Grinsen oder mokantem Lächeln. Viele Betroffene sehen darin die Pervertierung des gesamten Systems. Nicht die Krankheit ist schuld, sondern dier Patient, wenn es nicht so schnell geht, wie vom Personal erwartet.


Immer wird den Patienten das Gefühl gegeben, dass sie selbst an allem schuld seien – ob an den baulichen Problemen, an ihrer Unzufriedenheit, daran, dass Türen nicht funktionieren, Ausgänge verschlossen sind, weil die Elektronik nicht arbeitet oder schlicht die Lichtschranke kaputt ist, oder daran, dass sie überhaupt etwas einfordern. Dieses Verhalten schafft bei Betroffenen ein Klima der Angst und des Misstrauens, das jede Erholung unmöglich macht und den Aufenthalt zusätzlich vergiftet. Es geht soweit, dass die Patienten schwer traumatisiert die Wahlstationen verlassen und psychische Probleme durch die Launen und Befindlichkeiten des Pflegepersonals bekommen.




Zusätzlich berichten viele Patienten von den in roten T-Shirts agierenden Transporteuren, die sie auf dem Weg zum Aufzug oder zu Untersuchungen regelrecht ausfragen. Diese Mitarbeiter erkundigen sich ungefragt und detailliert nach Stuhlganggewohnheiten, der gesamten Lebensgeschichte und anderen höchst privaten Angelegenheiten – oft in lauter, für Dritte hörbarer Form. Dabei wird der Datenschutz offenbar komplett ignoriert. Weist man sie höflich darauf hin, reagieren viele beleidigt und mit schnippischen, herablassenden Antworten. Solches Verhalten ist unter diesen Transporteuren offenbar normal und trägt zusätzlich zu einem Klima der Respektlosigkeit bei.


„Hier sieht es ja aus wie Sodom und Gomorrha.“ , so weckte eine Krankenschwester eine Patientin und starrte sie an, als sei ihr der Leibhaftige erschienen. Eigentlich wird viel gepöbelt und gezielt beleidigt.


Diese Art der Behandlung verstärkt bei vielen Betroffenen das Gefühl der Ohnmacht und Demütigung, besonders in einer Phase, in der sie auf Unterstützung und Respekt angewiesen sind. Solche Erlebnisse tragen dazu bei, dass der Aufenthalt nicht nur körperlich, sondern auch seelisch zur schweren Belastungsprobe wird. Verständlich in diesem Zusammenhang ist auch in der Nachtbetrachtung, dass ein Patient vollkommen durchdreht, in der Nacht schrie und als dement dargestellt wurde – vielleicht hat er das Unrecht und die anhaltenden Demütigungen einfach nicht mehr ertragen können und sich Luft gemacht


Besonders belastend für viele Patienten sind zudem die offenen Drogenprobleme auf dem Gelände und in der Umgebung des Klinikums. Junkies und Drogenhändler sprechen die Patienten direkt an und bieten ihnen Drogen zum Verkauf an oder betteln um opiathaltige Schmerzmittel. Drogen aller Art sind dabei leichter erhältlich als normale Zigaretten. Vor dem Haus schlafen Obdachlose, die die kranken Patienten anbetteln – nicht um eine Zigarette, sondern direkt um Geld. ”Eh Alter, tu mich mal fünf Euro? “ Obwohl die Polizei rund um die Uhr im Haus präsent sein soll und verdeckt dieses Problem ermitteln soll, bleibt der offene Handel und das Betteln für viele Patienten spürbar und ungebremst. Diese Situation schafft ein zusätzliches Gefühl der Unsicherheit und Belastung, besonders für kranke und geschwächte Menschen, die eigentlich Schutz und Ruhe suchen.


Eine weitere, oft als besonders gravierend empfundene Enttäuschung stellt das Essen dar. Obwohl Patienten auf den Privatstationen die Möglichkeit haben, zwischen verschiedenen Menüs auszuwählen, erweist sich das Angebot in der Praxis als absolute Katastrophe – sowohl geschmacklich als auch in der Zusammenstellung und der grundsätzlichen Qualität. Was ist das für eine Auswahl, wenn es täglich dasselbe ist!

Schnitzel Sonntag, kasaanmedia,2026

Schnitzel Montag, kasaanmedia, 2026


Viele Betroffene beschreiben tagelang übel riechendes und ungenießbares Schnitzel mit Möhren/Karotten, fade, matschige oder völlig überwürzte Gerichte, die weder appetitlich angerichtet noch wirklich genießbar sind und bei kranken Menschen zusätzlich den ohnehin schon reduzierten Appetit verderben. Hinzu kommen immer wieder hygienische Mängel: Haare in den Speisen, Plastikrückstände, Papierfetzen und andere Fremdkörper tauchen regelmäßig auf. Besonders alarmierend sind Berichte über Mahlzeiten, deren Ablaufdatum bereits überschritten war. Eklig klebriger Kuchen, der innen noch nicht getaut ist.


Viele Patienten beschweren sich zudem, dass sie den ganzen Tag nüchtern bleiben müssen, um dann abends mitgeteilt zu bekommen, dass sie nicht operiert werden. Gleichzeitig dürfen sie nichts trinken, obwohl Kaffee, Tee oder Wasser laut aktuellen Richtlinien bis zwei Stunden vor der OP erlaubt sind. Solche organisatorischen Mängel und mangelnde Kommunikation belasten die ohnehin geschwächten Patienten zusätzlich.


Hinzu kommt eine demütigende Priorisierung: Die Essensbesteller werden als extrem ruppig und aufdringlich empfunden. Unfreundlich und zum Teil unverschämt verlangen sie Patienten, dass er die neueste Speisekarte auswendig gelernt hat.


Sie kommen teilweise sogar, wenn der Patient gerade auf der Toilette sitzt, und treten ohne anzuklopfen ein. Die Essensbestellung wird offenbar als wichtiger behandelt als dringende Bedürfnisse der Patienten – etwa ein notwendiger Toilettengang. Den Patienten wird dann signalisiert, dass sie warten müssen, bis die Bestellung aufgenommen ist. Schuld ist immer der Patient. Das Essen, das eigentlich der Erholung und Stärkung dienen sollte, wird so für viele zur weiteren Belastung und unterstreicht den Gesamteindruck eines Hauses, in dem grundlegende Versorgungsstandards und respektvoller Umgang nicht mehr zuverlässig gewährleistet sind.


Auch die Cafeteria fristet ein trauriges Dasein. Sie ist geprägt vom Charme einer ehemaligen Ostberliner HO-Gaststätte, mit abenteuerlichen Preisen und einem Sortiment, das sich in den Regalen überlebt hat. Zum Teil sind die Angebote eklig und vollkommen übelschmeckend. Das Ganze wirkt teuer und monopolistisch eingerichtet – eine weitere Enttäuschung für Patienten und Angehörige, die auf eine halbwegs anständige Verpflegungsmöglichkeit hoffen. Dann bleibt nur noch der Pizzadienst, und der ist auf dem Winterberg nicht gerne gesehen.


Es kommt noch deutlich mehr hinzu, was den Aufenthalt für viele Patienten zur umfassenden Herausforderung macht. Dazu gehören anhaltende Probleme mit der Sauberkeit auf den Stationen, Lärmbelastung durch dünne Wände und unzureichende Ruhephasen, lange Wartezeiten auf notwendige Untersuchungen oder Arztgespräche sowie ein generelles Gefühl der Überforderung des gesamten Systems. Manche berichten von fehlender Koordination zwischen den Abteilungen, unvollständigen Informationen bei der Entlassung und einem Eindruck, dass wirtschaftliche Zwänge stärker im Vordergrund stehen als das Wohl der Patienten. Auch die angepriesene Zusatzbetreuung durch Servicekräfte auf den Wahlleistungsstationen wird in der Praxis oft als unzureichend erlebt.
Einzig der psychologische Dienst, die grünen Damen und die Kirche geben sich Mühe, diese Katastrophe abzufedern. Mit viel Fachwissen und Einsatz. Doch sind diese Institutionen nicht dafür verantwortlich, was auf den Stationen geschieht. Es ist ein Krankenhaus.



Abgesehen davon mögen die Ärzte gut sein und sich bemühen, einzelne Pflegerinnen und Pfleger auch. Natürlich gibt es Ausnahmen. Die Kritik ist nicht auf alle bezogen, aber es ist kein Zustand, wie ein Großteil des Personals mit Patienten umspringt.
Patienten und Besucher hören auch abenteuerliche Hetzgeschichten über dritte Patienten. Nun spekulieren einige Patienten natürlich, warum das so ist. Die meisten sagen aus Erfahrung, dass ein saftiges Trinkgeld im Briefumschlag sofort helfen würde, freundlicher behandelt zu werden. Dies wäre ein ganz übles und abgekartetes Spiel, um das monatliche Salär zu erhöhen.


Der saarländische Minister für Arbeit, Soziales, Frauen und Gesundheit, Herr Dr. Magnus Jung, und seine Staatssekretärin. Frau Bettina Altesleben, werden diesen Bericht nicht sehr erheiternd finden. Genauso wenig wie die Stadt Saarbrücken als Klinikträgerin.

Die Bundesminsterin für Gesundheit, Frau Nina Warken, war am 15. Juni zu Besuch in der Knappschaftsklinik Püttlingen. Frau Ministerin, wissen Sie, was sich auf dem Winterberg abspielt?

Der Artikel basiert auf gesammelten Erfahrungen auf dem Winterberg. Der Winterberg ist zu einer Zumutung geworden.<
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Trotz dieser umfassenden Kritik gibt es durchaus auch positive Stimmen, vor allem zur medizinischen Versorgung und zum engagierten Personal in bestimmten Abteilungen, die wir nicht unerwähnt lassen wollen. Viele loben die fachliche Kompetenz der Ärzte und die Freundlichkeit mancher Pflegekräfte, die unter den gegebenen Umständen oft ihr Bestes geben. Dennoch überwiegt bei den Beschwerden das Gefühl der Enttäuschung: Wer extra für eine Privatstation zahlt, erwartet zumindest eine adäquate Infrastruktur, respektvollen Umgang, eine Grundversorgung wie genießbares Essen und eine insgesamt würdevolle Atmosphäre, die den Heilungsprozess unterstützen und nicht zusätzlich erschweren. Der Sanierungsbedarf auf dem Winterberg ist bekannt und wird in manchen Berichten auch von Mitarbeitern indirekt bestätigt, die auf zukünftige Neubauten verweisen – allerdings mit dem Hinweis, dass diese vor allem für Ausbildungszwecke gedacht seien und nicht unmittelbar den Patienten zugutekommen.


Das Klinikum Saarbrücken leistet in der medizinischen Versorgung viel, kämpft aber sichtbar mit den baulichen Altlasten eines großen kommunalen Hauses, mit Belastungen im zwischenmenschlichen Bereich, mit erheblichen Defiziten in der täglichen Versorgung und mit gravierenden Sicherheits- und Ordnungsproblemen. Für Patienten, die Wert auf eine angenehme, hygienisch einwandfreie Umgebung, respektvollen Umgang und eine ausreichende Ernährung legen, kann ein Aufenthalt auf den Privatstationen daher trotz guter medizinischer Betreuung zur umfassenden Belastungsprobe werden – insbesondere dann, wenn grundlegende Dinge wie funktionierende Toiletten, ausreichend dimensionierte Rohrsysteme, funktionierende Aufzüge, ein wertschätzender Ton, genießbares Essen, eine würdevolle Gesamtatmosphäre, der Schutz der Privatsphäre und die Abwesenheit offener Drogenkriminalität nicht zuverlässig gewährleistet sind. Wer vor einer geplanten Aufnahme steht, tut gut daran, sich im Vorfeld genau zu informieren, aktuelle Bewertungen zu lesen und gegebenenfalls konkrete Fragen zur Zimmerausstattung, zum Stationsalltag und zur Verpflegung zu stellen.


2.Teil Ärztliche Leistungen auf dem Winterberg

 

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