In letzter Zeit häufen sich in unseren Postfächern wieder einmal die unerwünschten E-Mails. Besonders hartnäckig ist dabei die Adresse support@deals-psm.de, die regelmäßig angebliche Top-Deals für PlayStation, Gaming-Zubehör und andere Elektronik-Produkte zusendet. Es sind dutzende in der Stunde. Eine Abmeldung von diesen Newslettern, die man selbst nicht angefordert hat, geht nicht, weil die Umleitung auf die Philippinen geht. Dort setzt der Datenstrom aus.
Was als harmlose Werbung beginnt, entpuppt sich schnell als klassischer Spam, der nicht nur nervt, sondern auch echte Risiken birgt. In diesem Artikel möchte wir ausführlich schildern, woher diese Mails kommen, warum sie so aggressiv versendet werden und weshalb die angebotenen Schnäppchen hochgradig unseriös sind.
Der Originalsender ist mutmaßlich ein Auftraggeber auf den Philippinen. Auf Mindanao.
Die Domain deals-psm.de gehört offenbar zu einem Anbieter, der sich auf vermeintliche Sonderangebote im Gaming- und Elektronikbereich spezialisiert hat. Solche Plattformen tauchen immer wieder auf und nutzen automatisierte Massenversandsysteme, um Tausende oder sogar Hunderttausende Empfänger gleichzeitig zu erreichen.
Die E-Mail-Adressen stammen meist nicht aus freiwilligen Anmeldungen – viele Betroffene, darunter auch wir, haben nie einen Newsletter bestellt oder Kontakt zu diesem Anbieter gehabt. Stattdessen werden Adressen aus alten Datenlecks, gekauften Listen im Darknet oder durch simples Ausprobieren von Kombinationen generiert. Das ist ein billiges und effizientes Geschäftsmodell: Mit minimalem Aufwand und sehr geringen Kosten pro Mail hoffen die Versender, dass zumindest ein kleiner Prozentsatz der Empfänger neugierig wird und auf die Links klickt.
Genau hier liegt das Kernproblem. Die Angebote wirken auf den ersten Blick verlockend – stark reduzierte Preise für aktuelle PlayStation-Konsolen, Controller oder Spiele, die weit unter dem liegen, was bei Amazon, MediaMarkt oder anderen etablierten Händlern üblich ist. Doch genau diese übertrieben günstigen Preise sind ein klassisches Warnsignal für unseriöse Anbieter.
Seriöse Händler können solche Rabatte in der Regel nicht dauerhaft anbieten, ohne dass es sich um echte Restposten, Insolvenzware oder zeitlich begrenzte Aktionen mit klarer Herkunft handelt. Bei deals-psm.de fehlt es jedoch an Transparenz: Ein vollständiges Impressum mit verifizierbaren Firmendaten, zuverlässigen Kundenservice-Kontakten und nachvollziehbaren AGBs sucht man oft vergeblich.
Wer auf solche Mails hereinfällt, landet häufig auf einer professionell wirkenden, aber fragwürdigen Website.
Dort werden dann entweder überhöhte Versandkosten nachträglich hinzugefügt, ein verstecktes Abo abgeschlossen oder schlicht minderwertige Ware (oder gar keine) geliefert.
Viele Betroffene berichten in Foren und Verbraucherschutzportalen von ausbleibenden Lieferungen, Schwierigkeiten bei Rücksendungen oder dass die Produkte nicht dem beschriebenen Zustand entsprechen. Das typische Muster solcher unseriöser Anbieter: Locken mit unrealistischen Preisen, Vertrauen aufbauen durch gefälschte Bewertungen und dann möglichst schnell das Geld kassieren, bevor der Kunde merkt, dass etwas nicht stimmt.
Wir selbst markieren diese Mails konsequent als Spam und haben Filter eingerichtet, dennoch landen sie weiterhin im Posteingang. Das zeigt, wie professionell und hartnäckig solche Kampagnen mittlerweile betrieben werden. Für die Empfänger bedeutet das nicht nur Zeitverlust und Ärger, sondern auch ein erhöhtes Risiko für Phishing-Versuche oder den Diebstahl persönlicher Daten. Gleichzeitig schaden solche Praktiken dem gesamten Online-Handel, weil sie das Vertrauen in echte Schnäppchen und seriöse Anbieter untergraben.
Was kann man dagegen tun?
Zunächst sollte man solche Mails niemals anklicken, sondern direkt als Spam melden. Viele E-Mail-Provider bieten gute Filtermöglichkeiten, und es lohnt sich, die eigene Adresse bei Bedarf zu ändern oder mit Alias-Diensten zu arbeiten. Wer besonders betroffen ist, kann den Vorgang bei der Verbraucherzentrale, der Bundesnetzagentur oder direkt beim Anbieter melden und auf Löschung der Daten aus den Versandlisten bestehen. Rechtlich sind unaufgeforderte Werbemails ohne Einwilligung nach DSGVO klar unzulässig.
Fazit: Angebote von Absendern wie support@deals-psm.de sollte man grundsätzlich mit großer Skepsis betrachten. Wer echte Deals sucht, ist bei bekannten und bewerteten Plattformen deutlich besser aufgehoben.
Habt Die ähnliche Erfahrungen mit deals-psm.de oder anderen dubiosen Deal-Anbietern gemacht? Teilen Sie sie gerne in den Kommentaren. So helfen wir uns gegenseitig, solche unseriösen Praktiken aufzudecken.
