Titelbild: US-Präsident Trump leitete die Operation Epic Fury am 28. Februar 2026 von seinem Anwesen Mar-a-Lago in Palm Beach, Florida aus.
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Donald Trump hat in den letzten Tagen während des laufenden Konflikts mit dem Iran massive Drohungen ausgesprochen, die international als Ankündigung möglicher Kriegsverbrechen gewertet werden. In mehreren öffentlichen Auftritten und Pressekonferenzen erklärte er, dass die Vereinigten Staaten das gesamte Land innerhalb einer einzigen Nacht „ausschalten“ könnten, falls Teheran nicht auf seine Forderungen eingehe – insbesondere die vollständige Öffnung der Straße von Hormus für den Schiffsverkehr.
Trump kündigte an, dass bis Mitternacht des laufenden Ultimatums jede Brücke im Iran zerstört und jedes Kraftwerk außer Betrieb gesetzt werden solle. Die Anlagen würden in Flammen stehen, explodieren und nie wieder nutzbar sein. Solche Angriffe könnten innerhalb von nur vier Stunden umgesetzt werden, betonte er und unterstrich, dass die USA über die militärische Stärke verfügten, um eine „vollständige Zerstörung“ herbeizuführen. Auf Nachfragen von Journalisten, ob ihm bewusst sei, dass die gezielte Bombardierung ziviler Infrastruktur wie Stromversorgung und Verkehrswege nach internationalem Recht als Kriegsverbrechen gelten könnte, antwortete Trump lapidar, er mache sich „überhaupt keine Sorgen“ darüber. Er drehte den Vorwurf sogar um und erklärte, ein echtes Kriegsverbrechen sei es, einem Land wie dem Iran den Besitz von Atomwaffen zu erlauben.
Hintergrund dieser Eskalation ist ein anhaltender Konflikt, in dem die USA und Israel bereits zahlreiche militärische Ziele im Iran angegriffen haben. Trump hat ein Ultimatum gestellt, das mehrmals verlängert wurde und nun bis Dienstagabend (Ortszeit) läuft. Sollte Iran nicht einlenken, droht er mit einer umfassenden Zerstörung der zivilen Infrastruktur, die Millionen von Menschen von Strom, Wasser und Transportmitteln abschneiden würde. Experten für Völkerrecht, darunter ehemalige Militärjuristen und Organisationen wie Amnesty International, warnen eindringlich: Die gezielte Attacke auf Kraftwerke, Brücken und andere lebenswichtige Einrichtungen, die primär der Zivilbevölkerung dienen, verstoße gegen die Genfer Konventionen und das Römische Statut des Internationalen Strafgerichtshofs. Solche Handlungen könnten als unverhältnismäßige Angriffe auf zivile Objekte und damit als Kriegsverbrechen eingestuft werden.
Der iranische Vizeaußenminister und andere Vertreter Teherans reagierten scharf und bezeichneten Trumps Äußerungen selbst bereits als Kriegsverbrechen, da sie eine öffentliche Drohung mit völkerrechtswidrigen Taten darstellten. Auch UN-Generalsekretär António Guterres mahnte zur Zurückhaltung und warnte vor den verheerenden Folgen für die Zivilbevölkerung. Kritiker in den USA, darunter ehemalige Berater von Präsident Obama und Oppositionspolitiker, werfen Trump vor, mit seiner Rhetorik nicht nur das Völkerrecht zu missachten, sondern auch die eigene Armee in eine moralisch und rechtlich problematische Lage zu bringen. Einige sprechen sogar davon, dass allein die wiederholte Androhung solcher Maßnahmen bereits eine Form der Anstiftung zu Kriegsverbrechen darstelle.
Trump hingegen bleibt bei seiner harten Linie und argumentiert, dass nur maximale Stärke Iran zur Vernunft bringen könne. Er sprach davon, das Land „in die Steinzeit zurückzubomben“, und betonte, dass die iranische Führung für den Tod Zehntausender verantwortlich sei. Die Drohungen kommen inmitten laufender diplomatischer Bemühungen um eine Waffenruhe, die Iran jedoch bisher ablehnt – Teheran fordert ein dauerhaftes Ende der Kämpfe und den Abbau von Sanktionen. Während das Ultimatum abläuft, bleibt die Lage hochgradig angespannt: Die internationale Gemeinschaft beobachtet mit Sorge, ob Trump seine Worte in die Tat umsetzen wird und welche Konsequenzen das für die Region und das globale Völkerrecht hätte. Viele Beobachter befürchten, dass eine solche Eskalation nicht nur massive zivile Opfer fordern, sondern auch langfristig die Stabilität des Nahen Ostens und darüber hinaus gefährden würde.
