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Warnung an deutsche, österreichische und Schweizer Urlauber(2): Die Küste des Verbrechens

 

Schande für ganz Spanien, nicht nur für Teneriffa

Die Saison beginnt. Bei booking.com und anderen Anbietern werden die schönsten Ferienwohnungen dargestellt, mit 9.2 von 10 möglichen Punkten. Dieser Eindruck ist weder falsch oder es sind Fake – Kommentare. Die Wohnung, die wir speziell ansprechen, stinkt nach Abwasser, weil die Rohre nicht frei sind. Dutzende Kakerlaken kommen jede Nacht aus den Rohren und machen es sich in der Wohnung gemütlich.

 

 

Kakerlaken eigentlich überall
kasaan media, 2017

 

Hier gilt das Faustrecht, die unglaubliche Gier und der Handel mit harten Drogen

Prostitution ist hier normal und alle damit verbundenen Probleme. Briten bedienen sich gerne im horizontalen Gewerbe des sonst von dem politischen Britannien so verschmähten Osteuropas. Es wird gefeilscht, gehandelt und gedroht, wenn der Freier dann betrunken ist, hat man auch eine Ausrede, dass man die Prostituierten, schlagen und treten kann, denken die Vertreter von der Insel, bis sie das nehmen, was man bereit ist zu bezahlen. Die Bars rund um den Ballermann Teneriffas sind voll von britischer Weltherrschaft und dem Untergang des Brexits geweiht. Auch auf britischer Seite ahnt man nicht, wie das Theater mit der EU weitergeht. Solange kann man sich mal schlecht benehmen. Briten sind speziell, Platzhirsche in Sachen Getränke aus der kühlen Theke. Die Polizei kommt nicht mehr, wenn Urlauber von betrunkenen Briten bedroht werden, geschubst oder geschlagen.

Die Mafia ist allgegenwärtig

Kontrolliert wird das von der Mafia aus geparkten Autos, aus der Bar, in der Männer sitzen, denen man die Zugehörigkeit zu den italienischen Verbrecherfamilien ansieht. Frauen sind nur Ware. Sie kommen aus Osteuropa, werden dort als Servicekräfte angeworben. Der alte Trick funktioniert immer noch, wenn darauf Mädchen hereinfallen. Drogen auch, verdorbene Lebensmittel, an denen die Mafia glänzend mitverdient. Ein Beispiel: Deutsche Frikadellen, abgelaufen, umetikettiert für 5,85 im günstigsten Supermarkt. Aber damit nicht genug, die Urlauber an der Costa del Silencio setzen sich der Gefahr aus, dass ihnen Mafiosos Service verkaufen, den sie nicht haben wollen. Dann wird schon mal Druck gemacht. Unter Service versteht man hier, ein Hausmädchen, das fünf Euro die Stunde bekommt, aber dafür muss man an die Agentur, die das Mädchen vermittelt für die Zeit des Urlaubs, 400 Euro zahlen. Wer länger bleibt, zahlt eben jeden Monat 400 Euro. Niemand spricht darüber, jeder weiss es.

Tricksen und täuschen

Was die Agenturen und Touristenabzocker am besten können, täuschen. Wer an die Costa del Silencio fährt, ist selbst schuld. Es gibt nur eine Möglichkeit, die Geschäftemacher wieder zur Vernunft zu bringen, Boykott. Wodkaseelige Russen besorgen sich dann das nötige Kleingeld für die nächste Kneipentour, indem sie Leute erpressen oder zusammentreten. Die Polizei, Fehlanzeige. Auffällig hält sich die Guardia Civil, die sonst überall zu sein scheint, zurück.

 

 

 

Was in vielen Portalen als gute Adresse beschrieben, ist der Komplex Atlantico II. Eine Beleidigung für jeden Touristen. Spanner fotografieren Frauen am Pool. Hier herrscht ein anderes Regiment, hier werden die Gesetze selbst geschnitzt. Immer auf den schnellen, betrügerischen Profit aus. Die Anlage ist heruntergekommen und wird von einem kruden Hausveraltungsregime geführt. Tägliche Schlägereien mit betrunkenen Engländern, deren Frauen an vulgärem Verhalten nicht zu überbieten sind, inklusive. 700 Euro im Monat für ein wenig Sperrmüll, keinen vernünftigen Tisch zum Essen, drei Teller und ein paar rostige Messer. Schmutzige Gabeln, Teller mit verschimmelten Spagetti vom Vormieter, der für ständig ausfallenden Strom, Kabelbrände, stinkende Kloake, dazu statt der Aussicht auf das Meer, Aussicht auf afrikanische und rumänische Drogenhändler, die sich die Straße teilen, Rackets, die von Ausländern verlangen, Service für 400 Euro im Monat zu zahlen. Alleine ist man nicht, Mitbewohner hat man immer, die aus der Kanalisation einen neuen Weg in unerschlossenes Land suchen. Pool und Tennis nur für ausgesuchte Gäste. Postkontrolle inklusive. Rumänische Banden beherrschen Einbrüche und Schutzgelderpressungen von Urlaubern und Langzeitresidenten. Sonst fliegt schon mal ein Stein, Müll oder etwas anders auf den Balkon. Wer ist schuld, der Urlauber.

 

Nur ein öffentlicher Pranger hilft gegen Dickfelligkeit und unstillbare Gier

In den Hauptrollen englische Agenturen, die schnell noch ein paar Pfund machen wollen. Wochenlang hatte die Mieterin darum gebeten, dass der Boiler repartiert wurde, das wollte man nicht. Es war teuer, den Boiler auszutauschen, der vor Rost auseinanderfiel und leckte, bis sie sich verbrannte, als die Zu-und Ableitungen immer wieder platzten. Zweimal wurde eine Urlauberin verbrüht, weil das Ventil platzte. Oberflächliche Reparaturen helfen hier nicht weiter. Ein ständiger Gestank steht in der Wohnung, die Rohre sind verstopft, dadurch werden Kakerlaken angezogen. Ja, die Tiere, auf Teneriffa sehr verbreitet, gibt es umsonst. Sie kriechen aus der Kanalisation. Längst hat die Polizei vor den Drogenhändlern, fliegenden Breitling-Fake Verkäufern kapituliert. 

 

 

 

Las Galletas, kasaan media, 2019

 

Nächtlicher Klingelterror betrunkener Briten

Da wird schon mal in den Vorgarten uriniert, Briten machen sich daraus nicht viel. Zu fürchten haben sie nicht, der Brexit gibt ihnen, wie sie sternhagelvoll schwadronieren, das Recht in den Vorgarten zu urinieren, wann immer sie es wollen. Dabei rufen sie bezeichnender Weise „Theresa! Theresa!“ mitten in der Nacht. Die Costa del Silencio ist etwas wie eine soziale No Go Area geworden. Wir versuchen den zuständigen Referenten der EU in Brüssel zu erreichen, dort zeigt man sich tief betroffen über die Zustände. Man will unverzüglich die Regionalregierung in  Santa Cruz über die Umstände informieren, in Bezug auf die NoGo Situation. Ein besonders schlimmes Restaurant ist Bolle.

 

Der Kellner frech, die Preise von der unstillbaren Gier gezeichnet. In einer der Partymeilen. Der Sangria ist eine Beleidigung für das spanische Getränk. Das Glas kostet fünf Euro und schmeckt nach Abwaschwasser.

 

Alles in Allem ist die Costa del Silencio sehr heruntergekommen.

 

Trümmerwüste, Costa del Silencio, kasaan media, 2019

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