Frankfurt/Berlin – 30. September 2026
Die Frau, die Berlins nächste Regierende Bürgermeisterin werden will, war bis 2025 Mitglied der Roten Hilfe. Das hat ihre eigene Partei gestern bestätigt.
Elif Eralp, 25,7% bei der Wahl, Fraktionsvorsitzende der Linken, trat laut Landesgeschäftsstelle während ihres Jurastudiums in Hamburg ein. Begründung: Rechtsschutz für Menschen ohne Geld, die sich für linke Themen engagieren. Jahrelang passives Mitglied, transparent im Handbuch des Abgeordnetenhauses. Ausgetreten 2025, kurz vor der Spitzenkandidatur, wegen „teilweise anderer politischer Ansichten“.
Die Rote Hilfe ist kein Mieterverein. Sie wird vom Berliner Verfassungsschutz als mit Abstand größte linksextremistische Organisation geführt, bundesweit seit 2012 beobachtet. Rund 14.400 Mitglieder. Hauptzweck laut Bericht: Unterstützung linksextremistischer Straftäter. Ausschlaggebend ist allein die linke Motivation der Tat. Wer mit Behörden kooperiert oder sich entschuldigt, riskiert Kürzung der Hilfe.
Und wen unterstützt sie?
z.B.2017 Hamburg. G20. Elbchaussee, Schanze, tagelang marodiert. Autos brennen, Läden geplündert, über 400 verletzte Polizisten. Im Nachgang zahlt die Rote Hilfe hunderttausende Euro Anwalts- und Verfahrenskosten, vermittelt Anwälte über den Ermittlungsausschuss, organisiert Demos vor den Prozessen. Das ist dokumentiert.
z.B. 2022 Lausitz. Die Gruppe „Unfreiwillige Feuerwehr“ sabotiert Strominfrastruktur der LEAG. Innenminister Brandenburg spricht von Angriff auf die Versorgungssicherheit von Krankenhäusern, Schulen, tausenden Haushalten. Vier in U-Haft in Luckau-Duben und Cottbus-Dissenchen. Die Rote Hilfe meldet sich öffentlich und kritisiert die Haftbedingungen, fordert bessere Versorgung, leistet Rechtshilfe.
Das ist das Muster: Tat mit linker Motivation, Verhaftung, Rote Hilfe springt ein. Nicht weil jemand kein Geld für einen Anwalt hat, sondern weil die Tat als politisch richtig gilt.
Es ist erschreckend.
Nicht wegen einer Mitgliedschaft vor 10 Jahren. Sondern wegen der Haltung dahinter. Wer als Juristin und spätere Fraktionschefin jahrelang Beitrag zahlt an einen Verein, der Rechtsschutz nach Gesinnung verteilt, hat ein anderes Verständnis von Rechtsstaat als das, was im Amtseid einer Bürgermeisterin steht.
Eine Bürgermeisterin muss das Stromnetz schützen, nicht die, die es sabotieren. Sie muss die Stadt schützen, wenn marodiert wird, nicht die, die marodieren.
Der Austritt 2025 kurz vor der Kandidatur beantwortet diese Frage nicht. Er verschiebt sie. Wenn die Distanzierung inhaltlich war, warum erst, als es karriereschädlich wurde? Wenn sie strategisch war, was bleibt von der Haltung?
Berlin steht ab Donnerstag vor Sondierungen. Die Frage ist nicht, ob Elif Eralp transparent war. Sie war es. Die Frage ist, ob Transparenz Haltung ersetzt.
Quellenbox für drunter:
FAZ / rbb24, 29.09.2026 – Eralp bestätigt Mitgliedschaft bis 2025; Verfassungsschutzbericht Berlin 2025 und Bund; Rote Hilfe e.V. zu G20-Verfahren (Jahresbericht 2019: 220.000 Euro) und Fall „Unfreiwillige Feuerwehr“ JVA Luckau-Duben 2022.
