Trump ordnet Hinrichtung von Fort-Hood-Attentäter Nidal Hassan durch Erschießungskommando an
Washington – 6. Oktober 2026.
Es wäre eine historische Exekution: Donald Trump hat die Hinrichtung des Fort-Hood-Attentäters Nidal Hasan durch ein Erschießungskommando angeordnet.
Das teilte das Pentagon am Montag auf der Plattform X mit. Auf Vorschlag von Verteidigungsminister Pete Hegseth habe Trump die Art der Vollstreckung genehmigt. Ort und Zeitpunkt werden noch vom Secretary of the Army festgelegt.
Der Fall sorgt für Aufsehen, weil es die erste Hinrichtung durch das US-Militär seit 1961 wäre. Die letzte Hinrichtung durch ein Erschießungskommando des Militärs liegt sogar noch länger zurück – November 1945.
Die Tat von 2009
Am 5. November 2009 eröffnete der damalige Militärpsychiater und Major Nidal Malik Hasan in einer medizinischen Einrichtung des Armeestützpunkts Fort Hood in Texas das Feuer. Er tötete 12 unbewaffnete Soldaten im aktiven Dienst und einen pensionierten Soldaten und verletzte 32 weitere Menschen. Zeugen zufolge rief er dabei „Allahu Akbar“.
Hasan begründete die Tat später als Vergeltung für US-Kriege in der islamischen Welt. Er bezeichnete den radikalislamischen Prediger Anwar al-Awlaki als seinen Lehrer und Mentor.
Bei seiner Festnahme wurde Hasan von Polizisten angeschossen und ist seitdem querschnittsgelähmt und auf den Rollstuhl angewiesen.
Prozess und Todesurteil seit 2013
Vor einem Militärgericht verteidigte sich Hasan 2013 selbst. In seinem Eröffnungsplädoyer bestritt er die Tat nicht. Seine Pflichtverteidiger vermuteten, er strebe ein Todesurteil an, um als Märtyrer zu sterben.
Am 23. August 2013 sprach ihn die Jury in allen Anklagepunkten des 13-fachen Mordes und 32-fachen versuchten Mordes schuldig, am 28. August 2013 verhängte sie die Todesstrafe.
Seitdem sitzt der heute 56-Jährige im Militärgefängnis Fort Leavenworth in der Todeszelle. 2014 bat er in einem Brief an IS-Chef Abu Bakr al-Baghdadi um die Staatsbürgerschaft des Islamischen Staates.
Warum jetzt?
Die Anordnung fällt mitten in die Debatte um die Todesstrafe in den USA. In Tennessee war gerade der Versuch gescheitert, eine verurteilte Mörderin per Giftspritze hinzurichten – sie überlebte und musste bewusstlos ins Krankenhaus gebracht werden. Ihre Anwälte hatten alternative Methoden wie Erschießen gefordert.
Rechtsexperten weisen darauf hin, dass trotz Trumps Genehmigung noch weitere Rechtsmittel den Vollzug verzögern könnten.
