Damals

Was war der Malmstrom-Zwischenfall?

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Der Malmstrom-Zwischenfall, auch bekannt als Malmstrom-UFO-Vorfall von 1967, gehört zu den bekanntesten und umstrittensten Ereignissen in der Geschichte der UFO-Forschung, bei dem es um eine angebliche Beeinflussung amerikanischer Atomraketen durch unbekannte Flugobjekte geht.

Im März 1967 ereignete sich auf der Malmstrom Air Force Base im US-Bundesstaat Montana etwas, das die US-Luftwaffe bis heute nicht vollständig erklären konnte und das von Zeugen als direkte Intervention eines UFOs beschrieben wird.

Es war der 16. März 1967, als in der Echo Flight, einem unterirdischen Startkontrollzentrum der 341. Strategic Missile Wing, plötzlich alle zehn Minuteman-I-Interkontinentalraketen (ICBMs) mit Atomsprengköpfen fast gleichzeitig ausfielen. Die Raketen zeigten „No-Go“-Status an, was bedeutete, dass sie nicht mehr startbereit waren. Die Ausfälle geschahen innerhalb weniger Minuten, ohne dass es eine erkennbare technische Ursache gab – keine Stromunterbrechung, kein Wartungsfehler und keine äußeren Einflüsse wie Wetterbedingungen, die später als Erklärung herangezogen wurden. Die offizielle Untersuchung der Air Force stellte später fest, dass die Fehlfunktion in den Kopplern der Raketen auftrat, doch eine eindeutige technische Erklärung blieb aus; man sprach von einem „Freak Incident“, einem außergewöhnlichen Zufall.

Kurz vor oder während dieser Ausfälle meldeten Sicherheitskräfte an der Oberfläche ungewöhnliche Sichtungen. Ein Wachposten berichtete von einem leuchtenden, rötlich glühenden Objekt, das lautlos über dem Gelände schwebte. Es soll oval oder diskusförmig gewesen sein und sich ohne hörbare Geräusche bewegt haben. Zeugen, darunter der damalige Missile Launch Officer Robert Salas, der in der unterirdischen Launch Control Facility Dienst tat, erhielten panische Anrufe von den Sicherheitsleuten oben: „Da ist etwas über dem Tor, es schwebt direkt darüber!“ Salas, der zunächst skeptisch war, weckte seinen Vorgesetzten Frederick Meiwald. Während sie die Situation besprachen, leuchteten plötzlich alle Alarmlichter auf dem Kontrollpult rot auf – alle zehn Raketen waren offline. Die Fehlermeldungen deuteten teilweise auf Probleme mit dem Lenksystem hin, und es gab sogar Hinweise auf Sicherheitsverletzungen an den Silos.

Salas und andere Beteiligte schilderten später in eidesstattlichen Erklärungen und Interviews, dass das Objekt intelligent gesteuert wirkte. Es habe nicht nur über dem Gelände geschwebt, sondern sei auch in der Lage gewesen, die hochgesicherten nuklearen Systeme zu deaktivieren, ohne physische Schäden zu verursachen. Die Raketen blieben stunden- oder sogar tagelang außer Betrieb, bis Wartungsteams sie mühsam wieder hochfahren konnten. Interessanterweise soll es in derselben Zeitspanne oder nur wenige Tage später einen ähnlichen Vorfall bei der Oscar Flight auf derselben Basis gegeben haben, wo ebenfalls Raketen ausfielen, während Zeugen UFOs über den Silos beobachteten. Insgesamt sollen bis zu 20 oder mehr Raketen betroffen gewesen sein. Die Air Force schickte mobile Einsatzteams los, die jedoch keine ungewöhnlichen Aktivitäten bestätigen konnten – oder wollten. In offiziellen Berichten wurde die UFO-Gerüchte explizit als „widerlegt“ bezeichnet, da ein mobiles Team angeblich nichts Auffälliges gesehen habe.

Robert Salas, der jahrzehntelang über den Vorfall geschwiegen hatte, ging erst in den 1990er Jahren an die Öffentlichkeit. Er und andere ehemalige Air-Force-Angehörige, darunter weitere Offiziere und Sicherheitskräfte, legten Affidavits ab, in denen sie die Ereignisse detailliert beschrieben. Salas betonte immer wieder, dass keine herkömmliche Technologie in der Lage gewesen sei, die Raketen so gezielt und simultan zu deaktivieren. Es habe keinerlei Beschädigung der Hardware gegeben, als ob jemand die Systeme einfach „ausgeschaltet“ hätte. Für viele Ufologen gilt der Malmstrom-Zwischenfall als Beweis dafür, dass nichtmenschliche Intelligenzen ein starkes Interesse an irdischen Atomwaffen haben und möglicherweise demonstrieren wollten, dass sie diese Technologie kontrollieren oder neutralisieren können. Ähnliche Vorfälle gab es in den folgenden Jahren auch an anderen nuklearen Standorten weltweit, was das Muster noch verstärkt.

Die offizielle Haltung der US-Luftwaffe blieb jedoch zurückhaltend. In internen Dokumenten, die später durch Freedom-of-Information-Act-Anfragen freigegeben wurden, wurde die UFO-Hypothese zwar erwähnt, aber rasch verworfen. Man verwies auf mögliche elektromagnetische Störungen, Softwarefehler oder Zufälle. Dennoch gibt es Hinweise darauf, dass höhere Stellen besorgt waren: Es wurden Untersuchungsteams geschickt, und die Basis wurde vorübergehend in erhöhte Alarmbereitschaft versetzt. Skeptiker argumentieren bis heute, dass die Sichtungen zeitlich oder räumlich nicht exakt mit den Ausfällen übereinstimmten oder dass es sich um Fehlinterpretationen von Lichtern, Ballons oder Flugzeugen gehandelt habe. Die Zeugenaussagen seien durch den Kalten Krieg und die hohe Sensibilität nuklearer Anlagen beeinflusst worden. Dennoch bleiben viele Details unerklärt, vor allem die gleichzeitige Deaktivierung von zehn unabhängigen Raketensystemen, die eigentlich redundant und gegen Störungen abgesichert waren.

Bis in die Gegenwart wird der Malmstrom-Zwischenfall in Kongressanhörungen, Dokumentationen und Büchern thematisiert. Robert Salas hat ihn mehrfach vor Abgeordneten und in Podcasts geschildert und betont, dass es sich nicht um eine feindliche Handlung gehandelt habe, sondern eher um eine Warnung oder Demonstration. Die Raketen seien nicht zerstört, sondern nur vorübergehend unbrauchbar gemacht worden – als ob jemand zeigen wollte: „Wir können eure schlimmsten Waffen jederzeit ausschalten.“ Für die Ufologie bleibt der Fall ein Meilenstein, weil er nicht nur Sichtungen, sondern eine messbare Auswirkung auf militärische Systeme beinhaltet. Ob es sich wirklich um außerirdische Technologie, ein geheimes irdisches Experiment oder doch nur um eine Kette technischer Pannen handelte, ist bis heute nicht abschließend geklärt. Der Vorfall wirft jedoch grundlegende Fragen auf: Wer oder was beobachtet und beeinflusst die nuklearen Arsenale der Menschheit – und warum? Viele Beteiligte sind überzeugt, dass die Wahrheit noch immer zurückgehalten wird und dass Malmstrom nur die Spitze eines viel größeren Phänomens darstellt.

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