Flora und Fauna

Achtung, die Affenscammer gehen wieder um!

Titelbild:Beispielbild Pixabay
Warnung vor aktuellen Affen-Scams auf TikTok – Die Betrüger sind wieder hochaktiv

Die Affen-Scammer sind derzeit erneut mit voller Kraft unterwegs und legen in rasanter Geschwindigkeit neue TikTok-Profile an, um mit süßen Videos von Babyaffen ahnungslose Menschen anzulocken. Wer sich derzeit auf der Plattform umsieht, stößt leider immer wieder auf solche betrügerischen Accounts, die mit gestohlenen oder mehrfach wiederverwendeten Clips arbeiten, von „gut trainierten“, „geimpften“, „potty trained“ und „liebenden“ Affen sprechen und teilweise sogar Lieferungen nach Europa versprechen.



Sobald der Kontakt hergestellt ist, wird meist schnell auf WhatsApp, Telefon, E-Mail oder eine angebliche Website gewechselt. Dort werden dann kurz darauf diverse Gebühren für Adoption, Transport, Impfungen oder „Reservierung“ verlangt – Geld, das Sie nie zurückerhalten und für das es selbstverständlich keinen Affen gibt.

Hintergrund zu diesen Betrugsmaschen

Hinter den herzerwärmenden Babyaffen-Videos verbirgt sich ein seit Jahren bekanntes Scam-Muster auf Social-Media-Plattformen wie TikTok. Die gezeigten Aufnahmen stammen in den meisten Fällen nicht von den Betreibern selbst, sondern werden aus anderen Quellen kopiert und immer wieder neu verwendet. Seriöse Züchter oder Rettungsstationen für Primaten werben nicht auf diese Weise. Der private Handel mit Affen ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz streng reguliert oder sogar verboten und erfordert spezielle Genehmigungen nach dem Artenschutzrecht (CITES).
Echte Anbieter verlangen in der Regel persönliche Besuche, vollständige Dokumente und keine Vorauszahlungen über Messenger-Dienste. Die Scammer hingegen zielen darauf ab, möglichst schnell Geld per Überweisung, Krypto oder anderen schwer rückverfolgbaren Methoden zu erhalten.


Hinweise zum mutmaßlichen Ursprung der Scammer

Viele der von mir untersuchten Accounts weisen typische Merkmale auf, die bei ähnlichen Betrugsmaschen häufig beobachtet werden: amerikanische VoIP-Telefonnummern (+1-Vorwahl), die über Apps oder virtuelle Dienste generiert werden, sowie Formulierungen mit wiederkehrenden grammatikalischen Auffälligkeiten. Solche Muster treten bei einer Vielzahl von „exotic pet scams“ auf und werden in Polizeiberichten und Verbraucherschutz-Meldungen oft mit organisierten Netzwerken in Verbindung gebracht, die vor allem aus Westafrika (insbesondere Nigeria und Ghana) operieren.
Die Betrüger nutzen bewusst VPNs und gefälschte Standortdaten, um ihre wahre Herkunft zu verschleiern. Eine exakte Zuordnung ist ohne polizeiliche Ermittlungen nicht möglich, doch das Vorgehen passt zu einem bekannten internationalen Betrugsschema.



– Express Monkey Shop mit dem Handle expressmonkeysho und monkeys.36 sowie der Telefonnummer +1 (936) 703-7444,
– Adorable Monkeys For Adoption mit dem Handle adorable.monkeys.home und der Telefonnummer +1 (504) 261-0545,
– Nancy Home Train Monkeys mit dem Handle nancy.home.train,
– Samantha Brown mit dem Handle samantha.brown39,
– Capuchin Monkey mit dem Handle josealbino1955, der E-Mail-Adresse capuchinmonkeyagent@gmail.com und der Telefonnummer +1 (901) 466-6484,
– The Monkey Whisperer Ranch USA mit dem Handle the.monkey.whisper und der Telefonnummer (216) 260-3894,
– Shy Floyd mit dem Handle shy.floyd und der Telefonnummer 8018724068,
– Terri pompay mit dem Handle animalsclubexotic, der E-Mail-Adresse theanimalsclubexotics4 und der Website theanimalsclubexotics.com,
– Wesson McDonald mit dem Handle wessonmcd4,
– sowie weitere ähnliche Accounts, die derzeit neu entstehen.



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