Titelbild: Mercedes 500, Polizei Gifhorn
Cold Case Ulrike Herrmann: Neue Spur nach 36 Jahren
Im Sommer 1990 verschwand die 20-jährige Studentin Ulrike Herrmann. Sie war per Anhalter durch Deutschland unterwegs. Seitdem gilt sie als vermisst. Die Ermittler gehen von einem Tötungsdelikt aus. Der Fall gehörte über Jahrzehnte zu den ungeklärten Vermisstenfällen in Deutschland.
Jetzt gibt es Bewegung. Nach der aktuellen Ausgabe von „Aktenzeichen XY… ungelöst“ vom 19. August 2026 prüfen die zuständigen Polizeibehörden neue Hinweise. Besonders der Fall Ulrike Herrmann erhielt große Aufmerksamkeit. Grund ist eine Zeugenaussage, die sich nach der Ausstrahlung bei der Polizei gemeldet hat.
Laut Angaben der Ermittler konnte ein Lkw-Fahrer einen möglichen Zeugen oder sogar den mutmaßlichen Täter beschreiben. Zudem führte ein Zuschauerhinweis zu einem auffälligen Mercedes und damit zu einem möglichen Tatverdächtigen. Welche konkreten Erkenntnisse sich daraus ergeben, ist noch unklar. Die Behörden prüfen die Hinweise derzeit.
Damit ist Ulrike Herrmann einer von mehreren Fällen, in denen „Aktenzeichen XY“ in diesem Monat neue Ansätze gebracht hat. Auch in Gifhorn, Itzehoe und Detmold werden nach der Sendung neue Spuren zu schweren Gewaltverbrechen verfolgt.
Für die Angehörigen von Ulrike Herrmann ist die Meldung nach 36 Jahren ein vorsichtiges Signal. Der Fall war lange eingefroren. Nun rückt er wieder in den Fokus der Ermittlungen. Ob die neue Spur ausreicht, um den Fall gerichtlich aufzuklären, wird sich in den kommenden Wochen zeigen.
Die Polizei bittet weiterhin um Hinweise aus der Bevölkerung. Jeder Hinweis, so klein er scheint, könne helfen, sagte ein Sprecher nach der Ausstrahlung.
