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Furchtbares Fährunglück vor Zypern

Titelbild: Beispielbild Pixabay
Fähre vor Nordzypern gekentert – mindestens sieben Tote

Kyrenia/Girne – Eine Fähre mit 267 Menschen an Bord ist am Sonntag (30. August 2026) kurz nach dem Ablegen vor der Küste Nordzyperns gekentert. Mindestens sieben Passagiere kamen dabei ums Leben. Die Rettungsarbeiten dauern an.

Das privat betriebene Schiff, Berichten zufolge ein Katamaran der Reederei Filo Denizcilik, war aus dem Hafen von Kyrenia (türkisch: Girne) in Richtung Taşucu in der südtürkischen Provinz Mersin ausgelaufen. An Bord befanden sich 259 Passagiere und acht Besatzungsmitglieder.



Bereits etwa eine Viertelstunde nach dem Ablegen setzte die Fähre einen Notruf ab. Bei stürmischer See war Wasser in das Schiff eingedrungen. Wenig später kenterte es vollständig – etwa vier Seemeilen (rund 6,4 Kilometer) vor der Küste, in der Nähe des Diana-Strandes.

Auf Videos und Fernsehbildern war zu sehen, wie Menschen in Rettungswesten auf dem umgekippten Rumpf des Schiffes und im Wasser ausharrten. Ein Hubschrauber kreiste über der Unglücksstelle, während zahlreiche Boote und Schiffe zur Hilfe eilten.

Rettungseinsatz im Gange
Der nordzyprische Regierungschef Ünal Üstel bestätigte, dass es Tote unter den Passagieren gebe. Nach aktuellen Angaben wurden mindestens sieben Menschen tot geborgen. Rund 237 Personen konnten bislang gerettet werden. Die Suche nach den noch Vermissten – Schätzungen zufolge 23 bis 24 Menschen – läuft weiter. Mehrere Verletzte wurden in Krankenhäuser gebracht.

An dem Einsatz beteiligen sich die nordzyprische Küstenwache, Einheiten der Marine, Hubschrauber sowie private Schiffe und Fischerboote. Auch die türkische Küstenwache unterstützt die Rettungsmaßnahmen. Der türkische Vizepräsident Cevdet Yılmaz erklärte, man stehe den Behörden vor Ort bei.


Der Bürgermeister von Kyrenia, Murat Şenkul, sprach von einer „ernsten Lage“. Der nordzyprische Verkehrsminister Erhan Arıklı bestätigte die Zahlen der an Bord befindlichen Personen und den laufenden Einsatz.

Hintergrund
Zypern ist seit 1974 de facto geteilt. Der Vorfall ereignete sich im Norden der Insel, der von der international nicht anerkannten Türkischen Republik Nordzypern kontrolliert wird. Die genaue Ursache des Unglücks – neben dem stürmischen Wetter – wird noch untersucht.



Die Angaben zu Toten und Vermissten können sich im Laufe der weiteren Suchaktionen noch ändern.

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