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Greta Thunberg mischt sich ungefragt ein – Frankreich und die Anti-Ikone

Titelbild: Thunberg Kushal Das Wikipedia 4.0

Fridays for Future ist vorbei. Und Greta Thunberg sollte endlich einen Job suchen.
Balr/mcvth

Man muss es so deutlich sagen: Die Idee war gut. 2018 hat ein einsames Mädchen mit einem Schild etwas geschafft, was die Umweltverbände seit 30 Jahren nicht geschafft haben. Sie hat das Klima in die Klassenzimmer gebracht. Millionen Schüler sind freitags auf die Straße gegangen, nicht weil es cool war, sondern weil sie Angst hatten.

Diese Idee ist tot. Und niemand hat mehr zu ihrem Ende beigetragen als Greta Thunberg selbst.



Fridays for Future Deutschland existiert faktisch nicht mehr. Aus den 1,4 Millionen von 2019 wurden 2024 noch ein paar Tausend. Die Ortsgruppen haben sich aufgelöst, zerstritten über genau die Frage, die Thunberg ihnen eingebrockt hat: Ist das noch eine Klimabewegung oder eine allgemeine linke Protestplattform gegen Israel, gegen Polizei, gegen alles?

Wer wie Thunberg in Paris vor einem Gymnasium steht, das wegen Ratten und fehlenden Lehrern streikt, und dort von „extrem gewalttätiger Polizei“ spricht und von „System“, das die Jugend verrate, der hat jede Glaubwürdigkeit verloren. Was hat das mit CO2 zu tun? Nichts.

Glaubwürdigkeit war mal ihre Währung. Sie trug Second-Hand-Kleidung, sie fuhr nicht, sie flog nicht, sie sagte: Hört auf die Wissenschaft. Heute fliegt sie quer durch Europa von Demo zu Demo, spricht zu jedem Thema, bei dem eine Kamera läuft, und Wissenschaft kommt in ihren Reden gar nicht mehr vor. Nur noch Parolen.

Was bleibt, ist eine reine Aufmerksamkeitsökonomie. Hetze ist dabei das einfachste Mittel. Ein scharfer Satz gegen Israel bringt mehr Klicks als zehn Seiten über Meeresspiegel. Ein Auftritt im Tränengas von Saint-Denis bringt mehr Bilder als ein Vortrag über Renaturierung. Sie hat gelernt, Empörung skaliert, Sacharbeit nicht.


Das ist schade um die Idee. Weil das Klima nicht verschwunden ist. Die Schulen in Frankreich sind marode, die Sommer werden heißer, die Meere steigen. Aber niemand hört mehr zu, wenn die Galionsfigur der Bewegung nur noch als Dauer-Provokateurin wahrgenommen wird.

Mit 23 hat man sein Leben noch vor sich. Thunberg hat Abitur, sie hat ein weltweites Netzwerk, sie könnte studieren, eine Ausbildung machen, wirklich etwas lernen über Energie, über Biologie, über Pädagogik. Stattdessen tourt sie weiter als professionelle Demonstrantin.

Es wäre ehrlicher, wenn sie das Schild von 2018 endgültig weglegt und sich einen richtigen Job sucht. Für sie selbst. Und für das Klima auch.

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