Titelbild: Flughafen Nürnberg, Carsten Steeger
Nürnberg meldet Luftnotlage – Flughafen zeitweise gesperrt
Der Albrecht-Dürer-Airport in Nürnberg ist am Dienstagmittag für den Flugverkehr gesperrt worden. Grund ist nach Angaben des Flughafensprechers und der Polizei eine „mutmaßliche, noch unbestätigte Luftnotlage“. Die Sperrung erfolgte gegen 12:15 Uhr, kurz vor der planmäßigen Landung einer Maschine aus Korfu. Wie viele Einsatzkräfte vor Ort sind und wie lange die Sperrung dauert, war zunächst unklar.
Es ist bereits der zweite Zwischenfall an diesem Tag. In den frühen Morgenstunden zwischen 2 und 4 Uhr hatten drei Piloten unabhängig voneinander beim Start- und Landeanflug ein Flugobjekt gemeldet, bei dem es sich möglicherweise um eine Drohne gehandelt haben könnte. Die Grenzpolizeiinspektion Nürnberg-Flughafen leitete daraufhin in Abstimmung mit der Deutschen Flugsicherung sofort Such- und Detektionsmaßnahmen ein. Ein Polizeihubschrauber kreiste über dem Gelände, eine Drohne konnte jedoch nicht gefunden oder verifiziert werden.
Trotzdem kam es zu erheblichen Beeinträchtigungen: Zwei Ankünfte und vier Abflüge verspäteten sich, zwei ankommende Flüge mussten vorsorglich nach Köln und Prag ausweichen, konnten ihre Reise nach Nürnberg aber später fortsetzen.
Der Vorfall reiht sich in eine Serie von Drohnenalarmen an deutschen Flughäfen ein. Erst Anfang Oktober musste der Flughafen München nach bestätigten Sichtungen den Betrieb weitgehend einstellen – 17 Flüge fielen aus, rund 3000 Passagiere strandeten. Auch in anderen europäischen Ländern häufen sich seit Wochen die Meldungen.
Was genau die heutige Luftnotlage in Nürnberg ausgelöst hat, ob es wieder eine Drohne, eine technische Störung oder ein anderer Sicherheitshinweis war, ist derzeit Gegenstand der laufenden Ermittlungen. Solange die Lage nicht geklärt ist, hat die Sicherheit von Passagieren, Crew und Personal Vorrang vor dem Flugplan.
