Flora und Fauna

Vögel in unseren Gärten   Teil 1:  Die Schwalbe

(hm)

Zunächst: die berühmte Fußballer- Schwalbe hat ihren Namen daher, dass die Athleten mit ihren flügelartig ausgestreckten Armen und gespreizten Beinen tatsächlich einer Schwalbe ähneln, wenn sie, ein gegnerisches Foul vortäuschend, zu Boden gehen.                                                                             

Aber nun zu den Sprüchen und Bauernweisheiten über Schwalben:

Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer.

Dieser uns allen bekannte Spruch geht auf den Fabeldichter Aesop zurück. Er schreibt von einem Mann, der seinen warmen Wintermantel verkauft, als er die erste Schwalbe als vermeintlichen Sommerboten sieht. Aber es wird wieder kälter, der Mann muss wegen seiner voreiligen Entscheidung frieren.

Trotzdem sind sie die Frühlingsboten. Ab Mitte März kommen sie dann aus ihren Winterquartieren in Kamerun und Sambia an: die ersten, an ihrem metallisch-blau-schwarz glänzenden Gefieder und dem rotbraunen Kopf erkennbaren Rauschschwalben. Kurz darauf treffen auch die Mehlschwalben mit dem weißen Bürzel und dem auffälligen Gabelschwanz ein.

Als Insektenfresser erkennt man sie deutlich auf ihren segelnden Beutezügen je nach Witterung mal niedriger am Boden, mal höher in der Luft. Dies ist den Bauern schon lange bekannt. Die Flughöhe der Schwalben kann als Barometer gedeutet werden: Bei hohem Luftdruck, der sonniges warmes Sommerwetter verspricht, sind die Insekten und damit auch die Schwalben in größerer Höhe zu anzutreffen. Bei kühleren Temperaturen halten sich Fliegen und Co. und damit auch ihre Jäger in Erdnähe auf. Allzu genau sollte man diese Beobachtung aber vor allem morgens nicht nehmen, denn dann halten sich auch bei schönem Wetter Fluginsekten und ihre Feine in Bodennähe auf.

 Schwalben bringen Glück.

Schon im Altertum wurden Schwalben als heilige Vögel verehrt. Sie durften überall, auch in den Tempeln nisten.  Als Frühlings- und damit auch als Glücksboten galten sie im Mittelalter. Auf dem Lande gab es kein Haus, keinen Stall ohne Schwalbennester und jeder freute sich, wenn „seine“ Schwalben und damit sein Glück im Frühjahr wiederkehrte und pro Tag bis zu 2.500 Fliegen verspeist.  

Zu Mariä Geburt (8. September) fliegen die Schwalben furt.

Diese Bauernregel beruht auf der Jahrhunderte alten Beobachtung, dass Schwalben sich Anfang September sammeln und in großen Schwärmen in den Süden starten. Etwa zu Mariä Verkündigung , am 25. März, kommen sie wieder. Nicht verwunderlich ist also, dass sie als Symbolvögel Marias gelten, als Muttergottesvögel.   

Schwalben machen Dreck.

Ja,  auch das stimmt, aber das ist unvermeidbar. Schwalben sind reinliche Tiere. Am einfachsten ist es, schon vor der Brut ein Brett unter der kunstvoll errichteten Lehm-Nisthöhle anzubringen, das dann im Herbst gereinigt und für das nächste Jahr vorbereitet wird.

Wer die Glücksbringer anlocken möchte, kauft einen fertigen Nestrohling und bietet den Rückkehrern aus dem Süden eine Schwalbenpfütze aus feuchtem Lehm an.   

Dann wird sich auch bei Ihnen das Glück in Form der schwarz-weißen Kunstflieger einstellen, hoffentlich…

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