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Zum Tag des Grundgesetzes sammeln sich S…

23-05-2021 Hits:0 News Desk Die Redaktion - avatar Die Redaktion

Zum Tag des Grundgesetzes sammeln sich Schwurbler in Berlin

Am Jahrestag des Inkrafttretens des Grundgesetzes, dem 23. Mai, sammeln sich die, die das Grundgesetz nur dazu verwenden, weitere Unruhe zu stiften. Diese Unruhe ist dem LAnd nicht mehr zuzumuten...

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Berlin heute

21-04-2021 Hits:0 News Desk Die Redaktion - avatar Die Redaktion

Berlin heute

Am heutigen Tag wird die Neuregelung des Infektionsschutzgesetz verabschiedet. In Berlin sammeln sich die, die noch nicht verstanden haben, dass eine Neuregelung während der Corona-Krise gefunden werden musste.  Von fünf...

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Rechte Schwurbler in Berlin sprechen von…

28-03-2021 Hits:0 News Desk Die Redaktion - avatar Die Redaktion

Rechte Schwurbler in Berlin sprechen von "Menschenversuchen"

Es geht immer noch hoch her in Berlin, nun mit Festnahmen:    Gut so! Nehmt die #covidioten alles fest! #Covidiotensindtoedlich #b2803 https://t.co/LCpDzoiEHr — Zocko (@El_Zocko87) March 28, 2021   Die Behauptungen der "Demonstrationsteilnehmer" werden immer...

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European News Agency

Der lange Tod von Daniel Küblböck

Nun bleibt von dem Menschen Daniel Küblböck noch der Totenschein

Am 10. März 2021 wurde der Sänger und Showstar, der im September 2018 über Bord der AIDAluna ging, für tot erklärt. Das geht aus dem Bundesanzeiger nach Anordnung des Amtsgerichts Passau hervor. Als Todeszeitpunkt wurde der 9. September 2018 angegeben.

Küblböck ist seit September 2018 vermisst und hat den Sprung aus dem 5. Deck des Schiffes nicht überlebt, auch wenn einige Herz- und Schmerzblätter meldeten, dass er wahrscheinlich nur "untergetaucht" sei, ist er im Atlantik zu Tode gekommen. Die Familie wollte sich, nach Angaben der Passauer Presse, damit noch nicht abfinden. Eine ehemalige Assistentin soll den Antrag auf die Todesfeststellung gestellt haben. 

Unser Artikel zu dem Geschehen: 

Vermisst im Nordatlantik

Auch für die, die Daniel Küblböck nicht kannten, oder seine Art der Darbietung verschmähten, gebietet sich eine Überlegung. Auch Pietät - zumindest das.

Die Fotos der Kollegen der Presse, Daniel Küblböck als Frau abzubilden, sind geschmacklos und erinnern an Bruchkanten der Pressegeschichte, wie bei Rösner und Degowski, wie bei Lady Di.

Vorher-Nachher, um die tiefe Befriedigung zu haben, einen als geistig verwirrt dargestellten Daniel Küblböck im kollektiven Gedächtnis zu hinterlassen, der nichts Besseres als den Tod verdient hatte, folgt man den Kommentaren.


Welch eine Schande!

Wie verzweifelt muss er gewesen sein, um vom 5. Deck des Schiffes der AIDAluna in den sicheren Tod im Nordatlantik zu springen.

Das wird ihm bewusst gewesen sein.

Es ist völlig unerheblich, ob er sich als Frau oder Mann kleidete. Vielleicht war er transsexuell, wollte lieber sein Leben als Frau verbringen.

Und?

Transgender zu sein, ist keine Krankheit, sondern wahrscheinlich eine genetische Disposition. Mit dieser Voraussetzung müssen die Betroffenen erst einmal leben lernen. Die innere Zerrissenheit und der gesellschaftliche Hass, Spott, Hohn, die systematische Benachteiligung ist eine Krankheit der Gesellschaft.

Er schrieb vor einigen Tagen noch über das systematische Mobbing, unter dem er litt, wenn z.B.mit hohen Absätzen über Steine laufen musste.
Das will, das weiß jede Frau, gelernt sein.

Es sagt etwas über die aus, die die Kommentare abgegeben haben, nicht über den, im wahrsten Sinne des Wortes, zu Tode verzweifelten Daniel Küblböck.

Diese sollte sich nach solchen Kommentaren erst einmal fragen, wie weit der Anspruch geht, einem anderen Menschen, der vermisst wird, wahrscheinlich nach menschlichem Ermessen tot ist, so etwas posthum anzutun.

Daran trägt auch die Gesellschaft Schuld, wenn ein Mensch, wie Küblböck, springt.

Was mag er in den letzten Minuten im Nordatlantik bei 10 Grad Wassertemperatur durchgemacht haben?

Fragt sich das jemand, der sich über den Tod eines Menschen amüsiert?

Offensichtliche Depression

Was in Gottes Namen ist dabei, sein Geschlecht selbst zu bestimmen?

Sich selbst zu definieren, ist die Chance dieses einen Lebens.

Das tägliche Leid von Transsexuellen will keiner der Verbalhasser durchgehen. Diese würden nämlich aufgeben, wahrscheinlich das gleiche Schicksal erleiden, wie das, was Daniel Küblböck für sich entschied.

Und wenn es nur durch Kleidung war.

Es ist der Zeitgeist, Minderheiten auszumachen, die man nachhaltig quälen kann.
Das gibt dem Folterknecht die tiefe Befriedigung, zumindest die Folter bewerkstelligt zu haben.

Mehr scheinen die zynischen und menschenverachtenden Kommentare gegen Daniel Küblböck nicht zu erbringen.

Von vielen wurde eine richtige Freude über den wahrscheinlichen Tod eines Menschen geäußert. Das ist abartig.

Daniel Küblböck hat mit seinem jähen Verschwinden mehr erreicht, als es ihm zu Lebzeiten möglich war. Das macht ihn wertvoll. Für jeden Einzelnen in der Gesellschaft.

Er mag ein Paradiesvogel gewesen sein, aber definiert das?

Er war die Person, die er war und damit hatte die Gesellschaft eigentlich nichts zu tun-er mit sich allerdings am Ende sehr viel.



Sollten Sie sich selbst betroffen fühlen, kontaktieren Sie bitte ohne Verzögerung die Telefonseelsorge (http://www.telefonseelsorge.de). Gehen Sie zu einer Kirche oder ihrem Arzt des Vertrauens. Handeln Sie für Ihr Leben.
Unter der bundesweit kostenlosen Hotline 0800-1110-111 oder 0800-1110-222 erhalten Sie Hilfe von Beratern, die schon in vielen Fällen Auswege aus scheinbar aussichtslosen Situationen aufzeigen konnten. – thekasaantimes.de ©2016

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Trump-Team plant, die Bürgerrechte für LGBTQ-Menschen abzuschaffen

  • Published in USA

Dieser Artikel erschien zuerst bei den Kollegen von Shareblue
Wir danken der Shareblue Redaktion für die Genehmigung, den Artikel in deutscher Sprache zu veröffentlichen.

Trump will das Wort "Geschlecht" neu definieren, um Diskriminierung von Transgender-Personen zu ermöglichen.

Laut einem explosiven Bericht der New York Times will die Trump-Regierung Transsexuelle buchstäblich aus dem Leben verbannen, wenn es um Antidiskriminierungsgesetze geht.

Das Ministerium für Gesundheit und Sozialdienste erwägt, das Geschlecht als eine biologische, unveränderliche Bedingung zu definieren, die von den Genitalien bei der Geburt bestimmt wird. Dies ist der bisher drastischste Schritt in einer regierungsweiten Bemühung, die Anerkennung und den Schutz von Transgender-Personen im Rahmen der bundesstaatlichen Bürgerrechtsgesetze rückgängig zu machen."berichtet das Blatt.

Die Verwaltung würde dies tun, indem sie die gesetzliche Definition von "Geschlecht" unter Titel IX ändert, just in dem Bundesgesetz, das Geschlechterdiskriminierung in bundesfinanzierten Bildungsprogrammen verbietet.

HHS schlägt vor, das Geschlecht "auf einer biologischen Basis zu definieren, die klar ist, auf der Wissenschaft basiert, objektiv und administrierbar ist", heißt es in einem Entwurf.

Diese Bestimmung wäre binär - sie können entweder nur männlich oder weiblich sein, und sie müsste entsprechend den Genitalien, mit denen man geboren wurden, als solche gekennzeichnet werden. "Wenn man mit diesem Etikett nicht einverstanden ist, müsste man sich einem invasiven Gentest unterziehen", heisst es weiter.

Das könnte dazu führen, dass Transgender-Schüler in Toiletten und Umkleideräumen anfälliger für Diskriminierungen werden.

Aber die Veränderung könnte, laut der Menschenrechtskampagne für LGBTQ's noch weitreichendere Auswirkungen auf die gesamte Bundesregierung haben:

HHS wird wahrscheinlich auch andere Bundesbehörden ermutigen, in ihrer streng restriktiven und engen Definition von Geschlecht zu folgen. Die Entscheidung der Regierung könnte schwerwiegende Konsequenzen für LGBTQ's in der gesamten Bundesregierung haben.

Zum Beispiel:

Gleichgeschlechtliche Paare und ihre Familien könnten aus Notunterkünften abgewiesen werden.

Eine Transgender-Person könnte ihre Versicherung verlieren, die sie für den Übergang auffängt.

Ein schwuler Mann könnte belästigt werden, wenn er bei einem Job - Training zu schwul ist

Einem älteren gleichgeschlechtlichen Paar könnte die Mahlzeit auf Rädern verweigert werden

Einer Transgender-Frau könnte wegen eines gebrochenen Knöchels von einem Krankenhaus abgewiesen werden

Das Nationale Zentrum für Transgender-Gleichheit reagierte mit einem starken Twitter-Thread, in dem die Bereitschaft der Regierung verurteilt wurde, "die etablierte medizinische und rechtliche Sichtweise unserer Rechte und uns selbst zu missachten".

Das Zentrum bot transgender Menschen auch Unterstützung an und schwor, den Vorschlag zu vereiteln, wenn es Gesetz werde.

"Tausende von uns haben unser Leben dem Schutz von Ihnen und Ihren Familien gewidmet, und unsere Fähigkeit, dies zu tun, ist nichts anderes als ein Privileg. Und wir werden uns jetzt nicht ergeben ", erklärte die Organisation.
"Transgender Menschen haben für Gesetze wie diese in Bundes- und Landesgerichten gekämpft und gewonnen. ... Wir wissen, wie wir diese neuen Ideen besiegen können, und wir werden alles tun, was wir können, bis sich jeder Transgender in seinen Rechten nach dem Gesetz sicher fühlt. "

Der drakonische Vorschlag der Regierung ist ein Angriff auf das Leben und die Identität transgender Menschen. Es würde die geschlechtliche Identität oder den Ausdruck als geschützter Status eliminieren, was gegen Präzedenzfälle des Gerichts verstoßen würde.

Es ist auch Teil eines breiteren Angriffs auf alle LGBTQ's, betont die Times:

Im letzten Jahr hatte das gleiche Ministerium argumentiert, dass der Begriff "Geschlecht" niemals die Geschlechtsidentität oder gar Homosexualität beinhaltete, und dass die Obama-Regierung durch die mangelnde Klarheit den Schutz der Bürgerrechte fälschlicherweise auf Personen ausweiten konnte, die nicht in den Genuss der Rechte kommen sollten.

"Geschlecht in dieser engen Sprache zu definieren, die auf die Diskussionspunkte von Anti-Gleichheits-Extremisten zugeschnitten ist, ist Teil einer bewussten Strategie, um den Bundesschutz für LGBTQ's zu beseitigen", sagte Chad Griffin, der Präsident der Menschenrechtskampagne, in einer Erklärung.

Trump versprach auf seiner Wahlkampagne, dass er ein Freund von LGBTQ-Amerikanern sein würde. Trump hat wieder gelogen. Seine Regierung hat stattdessen die LGBTQ-Rechte bei jeder sich bietenden Gelegenheit angegriffen. Angefangen bei dem Versuch, Transgender zu verbieten, im Militär zu dienen, um den föderalen Antidiskriminierungsschutz zurückzudrängen.

Und dieser letzte Plot könnte die größte Gefahr für die Gleichstellung sein.

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Deckname Luna (Teil 1) - Der Einbruch

Skandalöse Menschenrechtsverletzungen

Wir nahmen uns nach dem Tod von Daniel Küblböck vor, über das Leid der Transsexuellen in Deutschland zu schreiben. Bei aller Aufklärung und Toleranz ist die Situation der Transsexuellen in Deutschland bedenklich.

Es war auch eine Zeitreise.

Unser Fazit: Diese Menschen werden zum Teil so schlecht behandelt, dass man sich davor graut. Demokratie definiert sich anders und nicht über Sündenböcke.

Hier ist eine dieser Geschichten, die Anfang und Mitte der 1990er Jahre begann, deren Folgen jedoch für einige der Beteiligten über Jahrzehnte anhielt. Es bezeugt deutlich die Menschenverachtung, die Transsexuellen in Deutschland entgegengebracht wird und wurde. Eigentlich beginnen die Ereignisse in einem damals heruntergekommenen Bürohaus in Hamburg der Hans Hillgruber KG, einen "Steinwurf" von der Moschee entfernt, wo der spätere Attentäter Atta betete, an den zu dieser Zeit noch niemand dachte. Es waren noch zwei Jahre, ehe er und seine Schergen nach Hamburg kamen.

Aber in der BAGS, im Referat der Senatorin Helgrit Fischer-Menzel, spielte sich zu diesem Zeitpunkt durch Vetternwirtschaft ein unsägliches Menschenrechtsverbrechen ab. Transsexuelle waren wieder einmal Mittel zum Zweck geworden, diesmal, um Geld zu ergaunern, nicht, weil die Politik mit einem Mal tolerant geworden war. Wie diese es damals vorgab.

Fast ein Vierteljahrhundert nach den Ereignissen im Jahr 1995, entblättert sich ein Menschenrechtsskandal ungeheueren Ausmaßes in der Hansestadt. Die Spuren sind weitgehend getilgt, selbst das ehemalige Bürogebäude in der Spaldingstraße wurde 2015 / 16 abgerissen.

Bekannt waren die Verbindungen bei einigen Mitarbeitern der BfTS zu einer sektenähnlichen Struktur, die im NLP Bereich in diesen Tagen tätig war. Schon Tage vor den Ereignissen sichteten Mitglieder dieser Organisation die Akten von Betroffenen, deren seelischen Nöten und intimsten Problemen mit der Transsexualität.

Die weiteren Verbindungen führten in die ehemalige Monika Bar auf der Großen Freiheit und in die Taverne in der Schmuckstraße, hier wurden „Gäng Bäng" Parties mit Transsexuellen aus der Beratungsstelle vermittelt. Ein Wunderheiler, Schwarzkassen, Zuhälter und falsche Gutachten waren nur Beiwerk dessen, was folgen sollte.

Taverne, Transsexuellen Bar, Hamburg St. Pauli, kasaan media, 2015

Taverne, Transsexuellen Bar, Hamburg St. Pauli, kasaan media, 2015

Der Hansaplatz in St. Georg, vielleicht einen Kilometer entfernt, war damals der Treffpunkt der Junkies und Prostituierten. Das alte Postamt "Hühnerposten" am Bahnhof der Umschlagplatz für Drogen aller Art. In den Blumenrabatten fanden sich die Drogenbunker.

 

Am ZOB war der einzige McDonald der Stadt, 1995, der nur eine halbe Stunde am Tag schloss, um notwendige Reinigungsarbeiten vorzunehmen.

Die Sprengung des IDUNA Hochhauses in St. Pauli, zwei Tage darauf, warf seine Schatten voraus.
Damals in Hamburg. Die Hansestadt war nicht etwa tolerant, sondern schrecklich korrupt in diesen Tagen.Die Rekonstruktion der folgenden Ereignisse gehen aus Zeugenaussagen und den Unterlagen der Polizei, der Staatsanwaltschaft (Aktenzeichen 4 UJS 4590/95), der damaligen BAGS und den Unterlagen zu der Drucksache des Hamburger Senats (Drucksache 16/1171) hervor.

 

Freie und Hansestadt Hamburg, 17. Februar 1995

Ein kleiner weißer Lieferwagen fährt vor das, im Dunklen der kalten Winternacht liegende Bürogebäude in der Spaldingstraße, wenige hundert Meter hinter dem Hauptbahnhof der Hansestadt.

Die drei Männer in dem Fahrzeug warten einige Minuten, rauchen eine Zigarette. Sie warten auf jemanden. Es ist kurz nach zwei Uhr morgens. In einer polnischen Spedition im ersten Stock des Objektes brennt ein Licht. Mehrere Junkies der nahen Szene aus St. Georg erwarten ihren Dealer, den „Cocaman“ an einem angrenzenden arabischen Autohandel unter der Brücke der Nord-Südfahrt. Einem morgendlichen Zeitungsausfahrer fällt das ungewöhnliche Trio auf, als ein Kleinwagen kurz darauf nach einem Parkplatz an der Magistrale sucht.

Der Stadtteil ist komplett heruntergekommen. Ein paar Häuser weiter ist ein Bäcker, ein Kiosk, in dem belegte Brote für den Morgen geschmiert werden. Leberpastete und Esromkäse. Mittags ein einfaches Essen für 5,90 DM.

Kurz darauf geht das Quartett auf das Gebäude 1b zu - die Tür wird aufgeschlossen - im Treppenhaus ist es still.
Im ersten Stock liegt das zuvor penibel ausgekundschaftete Büro und darin liegende beabsichtigte Beute der BfTS. Ein von der damaligen Hamburger Behörde für Arbeit, Gesundheit und Soziales, mit hohen Zuwendungen geförderter Trägerverein, die TSG (Transsexuellengeschaft e.V.) ist der Träger der Beratungsstelle für Menschen mit Geschlechts-Identitätsstörungen.

Die nächtlichen Besucher nehmen den Lift in den zweiten Stock, orientieren sich in dem folgenden Gang nach rechts. Dem anwesenden Mitarbeiter der polnischen Spedition fallen die nachhallenden Schritte im langen Flur auf. Er kümmert sich nicht darum, er ist illegal in Deutschland und muss bis zum Morgen noch etliche Kartons geschmuggelter Zigaretten auspacken. Diese Ware will am Tag auf die Unterhändler verteilt werden. Kurz zuvor war auch bei ihnen eingebrochen worden.

Jeder, der einmal das Haus betreten hatte, weiss, dass in den leerstehenden Büros der oberen Stockwerke Drogenhändler agieren. Tag und Nacht. Ein paar hundert Meter weiter steht das Horrorhaus, das ehemalige, jetzt leere Verwaltungsgebäude der DAK, mit der größten offenen Drogenszene Europas.

Gegen 2.20 Uhr schließt einer der Angekommenen die Bürotür zur BfTS auf, der Täter hat einen Schlüssel. Woher, konnte die Polizei in ihren Ermittlungen in den damaligen Tagen nicht klären. Es geht um die Aktenschränke, nicht um die gut gefüllte Kaffeekasse, die vor den Eindringlingen auf dem weißen Tresen des Eingangsbereiches steht. Eine vom Vereinsvorstand eingerichtete Schwarzkasse von mehreren zehntausend DM ist in Handweite der Eindringlinge.

Einer der Unbekannten sieht auf seinen Zettel, den er zuvor gefertigt hatte. Dabei wird er von dem Polen in der Spedition beobachtet. Ab jetzt geht alles sehr schnell. Die Akten von mehreren hundert Transsexuellen, hochsensible Daten, werden aus den Hängeregistraturen der Aktenschränke entnommen, alle Namen einer mitgeführten Liste. Mit geübter Hand werden diese in mehrere Kartons verstaut, die einer der Täter zu dem Fahrzeug trägt. Ein Faxgerät, zwei Computer, ein Drucker und einige Elektrokleingeräte, Taschenrechner, etc. werden sorgfältig mit abgepackt.

Um 2.25 Uhr wollen sich zwei frierende Drogenabhängige in dem sonst verschlossenen Bürogebäude aufwärmen. Der „Cocaman“ war noch nicht eingetroffen. Sie leiden unter Crack-Entzug, die Modedroge der Tage. Die beiden, eine junge Frau und ein älterer Mann gehen durch die offene Tür in den dunklen Vorraum und schleichen sich an den Briefkästen vorbei, als die Fahrstuhltür plötzlich aufgeht. Beide erschrecken sich, als sie sehen, wie ein Mann etliche Umzugskisten zum Auto trägt. Mehrere Obdachlose, die in den Büros im vierten Stock schlafen, bemerken in dieser Nacht nichts. Hier gibt es fließend Wasser, eine Toilette und eine Dusche.

Die beiden Drogenabhängigen bleiben im Hintergrund, verstecken sich im angrenzenden Treppenabgang zum hauseigenen Parkplatz hinter dem Gebäude. Rauchen eine Zigarette, einen Joint, mit den letzten aus den Hosentaschen zusammengekratzten Resten von Haschisch-Krümmeln. Oben wird es laut, es wird geschlagen und geklopft, dann wird es wieder still. Der Mitarbeiter der polnischen Spedition löscht gegen 2.35 Uhr das Licht. Mehrfach sieht er aus dem Türspion, beobachtet dabei einen groß gewachsenen, muskulösen blonden Mann, der mit einem ölig verschmierten Kantholz, einem Kuhfuß zu dem Büro am Ende des Flurs strebt. Holz splittert, Stimmen unterhalten sich leise. Er spricht kein Deutsch, versteht nicht, was die Leute reden. Dabei ist eine Frau, etwas korpulent in einer schwarzen Krinkelstoffhose. Diese war ihm in den Tagen zuvor schon mehrfach aufgefallen. Sie hat ein rundes Gesicht, dauergewelltes dunkelblondes Haar. Sie trägt Brille. Gegen 2.45 Uhr versucht er seinen Chef anzurufen, ein Tisch fällt in diesem Moment auf den Boden. In dem Büro nebenan wird gehämmert. Der Geschäftsführer der Spedition schläft, geht nicht an das Telefon ein paar Kilometer weiter in Altona.

Gegen 3.00 Uhr verlassen die vier Personen geordnet und ruhig das Gebäude. Die beiden Junkies warten, bis die Fahrzeuge abfahren, flüchten dann in Richtung des Postamtes Hühnerposten. Der Pole packt weiter die Zigaretten in kleinere Kisten um und wartet auf den am Abend zuvor avisierten Kurier, der 4.40 Uhr, auf den Parkplatz hinter dem Gebäude rollt. Die beiden Männer verstauen etliche Boxen mit Marlboroschmuggelware in dem Auto einer türkischen Bäckerei. Als die beiden fertig sind, erzählt er seinem Bekannten von dem nächtlichen Spuk. Dem ist das egal, er hat es eilig. Der Pole verlässt hiernach gegen 5.05 Uhr das Bürogebäude, schließt hinter sich die doppelte Eingangstür ab. Auf die Spuren des Einbruchs war er nicht aufmerksam geworden, oder wollte es nicht.

Etwas mehr als drei Stunden später betritt die Sekretärin der BfTS, Ümit S., das Gebäude. Ihren roten Golf hat sie hinter dem Haus geparkt, da wo zuvor der polnische Zigarettenkurier stand. S. fällt sofort die angelehnte Tür auf, die Unordnung, umgestürzte Möbel und die aufgebrochenen Schränke. Verstreute Papiere, aber ihr fällt auch auf, dass die Täter die gut gefüllten Kassen stehen gelassen haben. In der Kaffeekasse zählt sie 23.51 DM, das steht auch später im Polizeiprotokoll. Das KK 41 in Billstedt wird informiert. Ein zunächst wenig ambitionierter Kommissar geht lustlos, von der Komplexität des Falles hoffnungslos überfordert, an die Routinearbeit. Kurz nach ihm werden noch Spurensicherer tätig, die sich, zur Befriedigung ihrer eigenen Neugier, eher mit der eintreffenden Klientel der Beratungsstelle, beschäftigen, als mit dem eigentlichen gesetzlichen Auftrag, nach Fingerabdrücken, Fußspuren etc. zu suchen. Zeugen für den nächtlichen Einbruch werden nicht ausgemacht, dafür aber die anwesenden Transsexuellen der Beratungsstelle bepfiffen und bestaunt.

Was alle nicht ahnen, sie werden mehr oder minder zu Zeugen des größten Hamburger Datenschutzskandals und der war gewollt.

2.Teil: Die Akten sind weg 

 

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