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MPW57 - Eigenes Werk Horten H II Habicht im Deutschen Technikmuseum Berlin MPW57 - Eigenes Werk Horten H II Habicht im Deutschen Technikmuseum Berlin

Aus Juku san

 

Nationalisten scheinen hilflos, sie benötigen einen Führer. Alleine ist es ihnen nicht möglich ihr Leben zu bestehen. Dazu benötigen sie die Mär von der Unbesiegbarkeit ihrer Idee.
Ein gutes Beispiel für rechte Szene der Neo-Nazis ist das gewollte, jedoch gewöhnliche Schmierenstück um den ehemaligen Stellvertreter Hitlers,  Rudolf Hess .

Dieser nahm sich nach vielen Jahren der Haft als alter, jämmerlich verwirrter Mann, im alliierten Gewahrsam, 1987, das Leben.
So genannte ewig gestrig agierende Neo Nazis, „Völkische Grüppchen“, rechte Wehrsportgruppen mutmaßten in dem Suizid, schlimme, von „Revanchisten“ ausgeführte Verschwörungen an dem einzig, auf Grund der Nürnberger Prozesse inhaftierten, noch lebenden, ehemaligen Stellvertreter des hitlerischen Regimes.

Diese verdächtigten wechselseitig sogar die Alliierten und deren Kontrollorgane, beim Tod im Gartenhäuschen des Kriegsverbrechergefängnisses in mitgeholfen zu haben.

Traurig genug, sprossen allerlei irrsinnige Verschwörungstheorien wie giftige, braune Pilze erneut aus dem Boden, selbst Hitlers mögliche Flucht. In einem 1945 neuartigen U-Boot oder wahlweise von einem, der Berlin umgebenden Seen aus, mit einem Langstreckenflugzeug.

Traudl Junge belehrte uns Jahre später in einem beeindruckenden Interview, wie auch Rochus Misch , darüber, dass Hitler zusammen mit seiner kurz vor dem vollkommenen „Untergang“ in der Reichskanzlei Angetrauten, tot, in eine Decke gehüllt, den Bunker verließ, getragen in einer schaurigen Zeremonie von SS- Leuten.

An diesem Tag wurde Hitler, wunschgemäß seiner letzten „Verfügung“, im dem von Granattrichtern übersäten Garten der Berliner Reichskanzlei verbrannt.

Es ist bedauerlich, dass seine Asche nicht in alle Winde verstreut wurde, sondern knöcherne Fragmente, wie seine obere Zahnreihe etc. Fetisch gleich, noch in Boxen lagerten.
Die halsbrecherische Landung des Ritters von Greim und seiner Begleiterin gab Anlass zu weiteren Spekulationen.
Jeder wollte Hitler gesehen haben, wie er "adlergleich", das geschaffene Image der Nazis bediente und gleichsam, unter dem Feuer der sowjetischen Westflanke von der, der Reichskanzlei nahen Magistrale in einem <a Fieseler Fieseler Storch abgehoben war.

Tatsächlich erreichte, auch wegen dem absurden, politischen Schementheater des damaligen sowjetischen Machthabers Stalin, diese Idee gar die Köpfe der Alliierten, angebliche Verstecke von dem Ehepaar Hitler zu suchen.
Das FBI, später der Mossad, andere Dienste, suchten nach dem Pärchen, gar, man will es heute nicht mehr glauben, in der Antarktis. In einer Region, die als  Neuschwabenland  ausgemacht wurde.

Angeblich wurde hierbei sogar die SAS bemüht, um Hitler und seine mit ihm flüchtigen Paladine dingfest zu machen.
Es war eher die Suche nach der Schuld, unfassbar, aber unabänderlich, unbegreiflich. Der unverzeihlichen Schuld.

Die Neo-Nazi-Szene sah in den augenscheinlich falsch gelegten Spuren jedoch den verbrieften Beweis einer abartigen Kultur, ihr erbärmliches, bewusst erlogenes Gedankengut erneut unter die Menschen zu bringen.
Was Hitlers Schergen, die lumpigen Operateure des Systems eigentlich taten, ist gut in zahllosen Archiven aufgehoben. Aber auch nur da. Es muss die Köpfe verlassen.

Das Material steht für wissenschaftliche Studien, soziologische Analysen, bereit, aber nicht mehr als Grundlage von politischen Vereinigungen oder gar Parteien, die sich im neuen Gewand mit alten Ideologien, ganz geschickt präsentieren. Ihre größtenteils wirren, abstrusen Ideen dafür zu verwenden, erneut politisch asoziale Theorien unter das, nach Gerechtigkeit und nach eigener Vergebung, dürstende Volk zu mischen. Jahre geisterte das Verbot einer Partei, der NPD, durch die 2. Berliner Republik. Ja, eine Demokratie muss, wenn sie eine solche sein will, auch diese schädlichen, wohl aber schändlichen Elemente in sich absorbieren.

Aber der unsägliche Schrecken des Nationalsozialismus ist noch so präsent wie nichts in dieser Welt. Niemand hat nach den wahren Wurzeln, unter der sorgsam gehüteten Oberfläche der kranken Ideologie gefragt. Diese galt es sorgfältig zu entsorgen, ja zu kaschieren. Man fühlte sich zu anderem, als der dringend notwendigen Aufarbeitung der eigenen Geschichte verpflichtet. Niemand fragte sich, was Hitler seinem „eigenen Volk“ angetan hat. Da wurde gellender Weise über das Grauen href="https://de.wikipedia.org/wiki/Massaker_von_Nemmersdorf"> Nemmersdorf   zitiert, der angeblich hasserfüllte Sowjetsoldat skizziert, Luftmarschall Harris für Dresden etc. und für zahllose andere Bombenangriffe verantwortlich gemacht. Es sind nur zwei Beispiele von Millionen. Für die gelebte Absurdität eines gestörten Geschichtsverständnisses, das sich im Laufe der folgenden Jahre aufbaute. Das mindert den furchtbaren Schmerz über jeden einzelnen gefallenen Soldaten, über jeden Verfolgten und jeden toten Zivilisten, auf allen Seiten, während dieses dämonischen Krieges nicht. Gleich wo, wie und wann.  Luftmarschall Harris , sowie der einfache Rotarmist wären gar nicht mit dem damaligen Deutschland in Verbindung gekommen, wenn es nicht den Überfall auf Polen gegeben hätte, auf andere friedliche Völker.
Was bitte hatten die Franzosen, außer Hitlers Urtrauma, die Kapitulation im Wald von Compiègne nach dem ersten Weltkrieg den Deutschen getan?
Was hatte der deutsche Unterhändler, der tapfere Matthias Erzberger  getan?

Briand und Stresemann waren Freunde, Architekten eines ersten europäischen Gebildes geworden.

Nur das erklärte Ziel des Berliner Usurpators aus seinem kranken, von dem Ehrgeiz eines gescheiterten Postkartenmalers entwickelten, geistigen Programm „Mein Kampf“ alles zu verwirklichen, war das hanglose Streben der NSDAP gewesen. Den Krieg hat eine gewissenlose Verbrecherbande in Berlin inszeniert, um die eigene, von Komplexen gesteuerte, Macht zu sichern.

Was sie dabei, lange zuvor ausgemachten Minderheiten antaten, ist beispiellos. Verachtenswert. Jeder einzelne Bürger, der verfolgt, gequält oder getötet wurde, verdient unser kollektives Gedenken. Niemand sprach bislang darüber, einen nationalen Feiertag für die Opfer, ein ehrendes Gedenken für die Menschen zu geben.
In Deutschland sollte dies der 8. Mai sein, es ist auch der deutsche Tag der Befreiung von dieser verbrecherischen Politbande.

Es müssen an diesem Tag die Räder nicht still stehen, sondern vielmehr nur derer gedacht werden, die wir alle auf dieser Welt verloren. An solch einem Tag wäre es möglich, auch dem letzten Neo-Nazi klarzumachen, dass seine schmutzigen, politischen Gedanken letztlich Ausdruck politischer Armut sind.

Eine besondere Schande sind die Elemente, die sich über den Kummer derer hinwegsetzen, gar die geistige Brandstiftung begehen, diese Umstände zu leugnen. Dies ist abartig.
Das sind die „Würdenträger“, die heute maulschlau, gestrige Parolen über das Internet und ihre anderen subversiv erscheinenden „Parteiorgane“, verbreiten lassen. Gar an die Jugend als neue Zielgruppe verbreiten.
Eine gefestigte Demokratie, wie Deutschland, benötigt Jahre um zu entscheiden, ob diese verwachsenen Strukturen, Verbindungen gar mit dem Grundgesetz vereinbar sind, oder als Partei weiter existieren dürfen. Das ehrt den Rechtsstaat, das ehrt das Deutschland, das sich aus den Trümmern der Hitler Diktatur aufrichtete.

Dabei kann die damalige Leistung der Menschen gar nicht hoch genug eingeschätzt werden, das soll ein Dank an ein nahezu vollkommen zerstörtes, besetztes und in sich zerrissenes Volk und Land sein. An die Generation, die trotz all dem, weitermachen wollte. Und nicht jeder deutscher Bürger war ein Nazi, viele waren schon über den Punkt hinweg sich darüber Gedanken zu machen, weil es einfach nur um das nackte Überleben ging, innerhalb des hitlerischen Verbrecherstaates.

Es gibt so etwas wie eine kollektive Schuld nicht, kann es nicht geben. Vieles von dem, was die ´68er Generation bewegte, so verständlich das auch war und ist, sich mit der Schuld oder Unschuld der Väter, Mütter, des deutschen Volkes auseinanderzusetzen, so unmöglich scheint es, heute nicht zu verzeihen.

Aber in den vielen Abwägungen über ein Verbot der neuen Netzwerke liegt ein elementarer Fehler. Nicht die Parteien, Vereinigungen, sondern die Ideologien sollten gebannt werden.
Weil sie durch jeden einzelnen bombastisch inszenierten Auftritt, Fahne schwenkender Junker dieser Gruppierungen, erneut über die Opfer trampeln, neue abscheuliche Doktrin, Geschichten verbreiten, und wieder an diffusen Legenden aus dieser oder vergangener Zeit stricken.

Natürlich gab es technologische Entwicklungen, Überlegungen, die ihrer Zeit, wie in jedem anderen Land, weit voraus waren.
In vielen Foren, in vielen Büchern, werden den Nazis sogar übersinnliche Apparate angedichtet.

Bei den jahrelangen Recherchengewann ich Einblick und Einsicht in einen Zirkus von Entwicklungen, die aus dem Reich von gewitzten, fantasiebegabten Autoren stammten, nichts mit der Realität zu hatten.

Eine gewisse Ähnlichkeit zwischen dem Stealth-Bomber und dem Nurflügler der Gebrüder Horten aus Bonn ist unverkennbar. Aber es gibt immer noch Leute, die allen Ernstes nach behaupten, die Alliierten hätten bei ihrem Vormarsch durch das damalige Reichsgebiet etliche 100.000 de Patente gestohlen.

Zunächst, die Alliierten haben diese nicht gestohlen, sondern unter Aufbietung ihres eigenen Volkes, junger unbeteiligter Männer und Frauen den Hitlerfaschismus und seine sinnlosen Satelliten niedergekämpft. Die rechte Szene versucht daraus, erneut, revanchistische Ansprüche zu kreieren.

Erstaunlich genug, weil der Nationalsozialismus nicht mit Übersinnlichem, verschwörerischen Vorbestimmungen, gar z.B. Jenseits-maschinengetriebenen, ufoähnlichen Fliegern Haunebu zu tun hatte, sondern lediglich einen für das Regime Hitler notwendigen, effizienten Propagandaapparat unterhielt.

Diesem giftigen Lügengebilde scheint es gelungen, noch viele Jahrzehnte nach dem Verbrennen der Leichen, auch der des verantwortlichen Dr. Joseph Goebbels in dem Garten der Bunkeranlage der Reichskanzlei, aktiv zu sein. Die Unbesiegbarkeit, eine von Hitler inszenierte, gerade in schwierigen Zeiten wieder zu erklären. Zu verklären.
Ja! Der Nationalsozialismus hat furchtbare Dinge, auch dem eigenen Volk, angetan.
Er verdient nur die geschichtliche Absage, an gezogenen Lehren aus einer starken demokratischen Gesinnung heraus, die Ideologien zu verbieten, nicht einzelne Gruppierungen. Damit erübrigt sich die Diskussion.

Es ist abstrakt, aber die Ausdrucksform dessen, was die Nazis der ganzen Welt angetan haben.

So unbegreiflich, wie die zahllosen Verbrechen, die diese Politkriminellen begingen.
Nichts von dem traf zu, sondern entpuppte sich als notwendige Lebenslüge machtbesessener Soziopathen, damals, wie heute.

 

Last modified onSonntag, 05 April 2020 15:12
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