Köln am Rheinrs/kasaan media, 2021
Deutschland

Hochwasser: Grisu ist im Dauereinsatz und warnt eindringlich!

Auf die Frage was der kleine Drache Grisu einmal werden wolle, antworte er stets und zum Entsetzen seines ewig Feuer speienden Vaters „Feuerwehrmann“ und hatte sofort den Helm auf und einen Schlauch in der Hand.

Freiwillige Feuerwehr Köln, Wache Eil,rs/kasaan media, 2021

Auch jetzt haben gerade unsere Feuerwehren und das Technische Hilfswerk wieder Schläuche in Händen. Nur pumpen sie damit unzählige vollgelaufene Keller aus.
Allein die Freiwillige Feuerwehr Köln-Eil hatte heute um 18.00h noch über hundert offene Einsätze. Da wird Freiwilligkeit und Einsatz für das Gemeinwesen zur Herausforderung für Leib und Seele, die von zunehmender bleiender Müdigkeit begleitet wird.

Kein Wunder, dass die Freiwilligen Feuerwehren oft unter Nachwuchsmangel leiden. Denn was Grisu dem kleinen Drache Spaß machte, ist ein harter Job mit persönlichen Einschränkungen und verbunden mit diversen Gefahren für sich selbst.

So warnt die Feuerwehr nun eindringlich vor gewissen Gefahren, die sich mit den steigenden Fluten auftun:

1.) Einsatzkräfte nicht behindern. Werder als Produzent von netten Fotos oder Videos noch als mobiles Ärgernis. Die Jungs und Mädels haben auch so genug zu tun.

2.) Nicht in überfluteten Kellern herumstiefeln, ohne vorher den Strom abgeschaltet zu haben. Am besten gar nicht. Zahlreiche Menschen sind genau aus diesem Grunde zu Tode gekommen.

3.) Die aufgeweichten Deiche nicht betreten!

Anleger Köln-Porz sr, kasaan media, 2021

4.) Nicht durch stark strömendes Wasser waten. Je nach Untergrund ist selbst 50 cm tiefes Wasser bei starker Strömung nicht zu durchwaten. Man wird mitgerissen. Auch hier gab es schon mehrere Tote.

5.) In Wäldern besteht durch aufgeweichte Böden die Gefahr von umstürzenden Bäumen. 

6.) Das Durchfahren von großen Pfützen ist zu unterlassen. Sie können sich in Senken und Mulden gebildet haben, wobei die Tiefe nicht abzuschätzen ist. Auch sollte strömendes Wasser nicht durchfahren werden.

7.) Uferböschungen meiden, da sie unterspült sein könnten. Immer genug Abstand zur sichtbaren Kante halten!

8.) In Wassernähe Kinder bei der Hand und Tiere angeleint halten. 

9.) Bei Blaulicht und Martinshorn sofort Platz machen und anhalten. Eben NICHT noch schnell über Kreuzungen huschen. Ein Einsatzfahrzeug der Feuerwehr Köln-Eil wurde so in einem Unfall verwickelt. Fällt nun als Hilfe aus. Das muss nicht sein!

10.) Das Hochwasser könnte zu Stromausfällen führen. Das führt in aller Regel auch zu Ausfällen der Telekommunikation und von Wasserpumpen zur Trinkwasserversorgung. Ein Vorrat an Wasser sollte jeder parat haben.

11.) Umhertreibendes Gut ist nicht herrenlos. Es hat Besitzer und Eigentümer. So mancher Fund könnte also Straftatbestände erfüllen…

12.) Die Einsatzkräfte sind überarbeitet, zu wenige und völlig überlastet. Wo immer möglich sollte die Nachbarschaftshilfe greifen und so die Feuerwehr entlasten. Mobile Teams erkunden die Lage vor Ort und priorisieren die Dringlichkeit. Nicht jedem mag das gefallen, aber ein privater Keller steht eben in der Priorität hinter der Tiefgarage der Polizei, einem überfluteten Kraftwerk oder volllaufenden Serverstationen.

13.) Ruhe ist erste Bürgerpflicht! – Alter Spruch, hat sich aber bewährt.

Am Ende dann noch eine redaktionelle Bitte. Helfen Sie uns diese einfachen Regeln zu verteilen und unterstützen Sie so unsere Einsatzkräfte, die sich gerade 24/7 für uns abrackern.

Die haben auch Spendenkonten. Was sie aber immer haben ist Hunger und Durst. Und da kann jeder helfen. So ein Partyblech Pizza für die Feuerwache geht immer… Die Bierkästen aber erst, wenn es wieder normal läuft. Richtiges Löschwasser braucht natürlich jede Feuerwehr; aber zur rechten Zeit.

Und ansonsten eine Kerze für St. Florian aufstellen, dem Schutzheiligen aller Feuerwehrleute.

DANK EUCH ALLEN! – Das werden wir nämlich mit Sicherheit schaffen. Zusammen. Als Nachbarn! –SIC!

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