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Gerichte – Geschichte: Crêpes Suzette

Eier, Mehl, Milch. Diese Zutaten sind immer im Haus, schnell zu einem Teig gerührt und genauso schnell zu mehr oder weniger dünnen, kleinen oder großen Fladen gebacken:

Pfannkuchen, Poffertjes, Palatschinken, Pancakes, Filoas, Galettes oder Crêpes.  Ebenso vielfältig wie ihre Größe sind auch ihre Namen.

Die Königin aller Pfannkuchen- Zubereitungen ist allerdings das französische Dessert Crêpes Suzette, der hauchdünne, gefaltete und mit Grandmarnier flambierte Pfannkuchen.

Entstanden sind Crêpes aus den Galettes, den knusprigen herzhaften Buchweizenpfannkuchen aus der Bretagne, mit deren Herstellung jede bretonische Braut ihre Heiratsfähigkeit nachweisen musste. Als im 19. Jahrhundert das Buchweizenmehl durch Weizenmehl ersetzt wurde, entstanden diese weicheren, geschmeidigeren Pfannkuchen, besser geeignet für die Kombination mit süßen Zugaben.

Über die Herkunft dieses kulinarischen Klassikers, der so dramatisch wie sonst kaum ein anderer am Tisch des Gastes zubereitet werden kann, ranken sich wie so oft mehrere Legenden:

Zum einen diese Spezialität aus Mitleid erfunden worden sein, aus Mitleid mit einer Schauspielerin der Comédie francaise, die jeden Abend auf der Bühne Crêpes verzehren musste und deren sie im Laufe der Zeit überdrüssig wurde. Weshalb und wie dabei flambiert wurde, ist allerdings nicht überliefert.

Die bekannteste Anekdote geht auf einen Vorfall im Jahr 1896 zurück, in dem der spätere König Edward VII. von England im legendenumwobenen Café de Paris in Monte Carlo speiste. Ein nur 14jähriger Kochlehrling mit Namen Henri Charpentier sollte diesem und seiner 18köpfigen Entourage, als Showcooking sozusagen, Crêpes mit einer Orangensoße zubereiten.

Als bei der Zubereitung der Soße der Likör plötzlich Feuer fing, behielt der junge Mann die Nerven, schmeckte die Soße fachmännisch mit Zucker und mehr Likör ab.                                                                           

Voilà, das neue Dessert zu Ehren des Prince of Wales war geboren. Dieser soll der Legende zufolge aber darum gebeten haben, das Dessert nach seiner Begleiterin, einer Dame namens Suzette, zu benennen. Andere, vielleicht der politischen Korrektheit der Jahrhundertwende geschuldeten, Versionen sehen die junge Suzette nicht als Begleiterin Edwards, sondern als Tochter eines der 18 anderen Gäste.

Dieser unerschrockene und pfiffige junge Lehrling soll Henri Charpentier gewesen sein, der später auch bei Auguste Escoffier lernte, in namhaften Hotels arbeitete, und persönlicher Koch für John D. Rockefeller wurde.

Wenn auch Sie dieses königliche Dessert – am besten im Freien – einmal zubereiten wollen, informieren Sie sich unbedingt auf einer Themenseite über das Flambieren und üben sie vorher, bevor Sie Ihren Gästen die Flambier-Show darbieten. Schon so manche Haarpracht war nachher etwas kürzer, so mancher Feuermelder schlug erbarmungslos Alarm-  und die Aufmerksamkeit galt danach nicht mehr dem königlichen Dessert!

Nichts desto trotz hier unser Rezeptfavorit  der Crêpes Suzette:

Crepes Suzette – Rezept | GuteKueche.at

In der alkoholfreien Variante lassen Sie den Likör- und damit auch das Flambieren- weg. Der  Geschmack wird in dieser Variante durch den karamellisierten Zucker des Orangensaftes erreicht.

Wenn Sie auf zusätzlichen Zucker verzichten wollen, bietet sich die Verwendung des karamellartig süßen Stevia-Zuckers an. 

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