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Eiszeit!

(hm)

Mit den steigenden Temperaturen steigt Sie auch wieder, unsere Lust auf die Abkühlung von innen, süß und am liebsten fett- und kalorienfrei.

Na ganz so geht das nicht, aber Eis ohne Fett gibt es schon.


Wir wollen sie mal verfolgen, die Spur des Speiseeises in Europa.


Am ältesten ist die ebenso schlichte wie geniale Erfindung Schnee oder zerstoßenes Eis mit süßen
geschmacksgebenden Zusätzen zu versetzen.

In der griechischen und dann auch römischen Antike ließ man, d.h. die reiche Oberschicht, sich Eis von nahen gelegenen Gletschern bringen und lagerte es in unterirdischen Eiskellern.

Das Wassereis, heute vornehm als Sorbet, in gröberen Kristallen als Granité oder als das recht flüssige Slush-Ice auf den Jahrmärkten zu erwerben, war geboren.

Leider ging das Wissen um diese köstliche Erfrischung in den heißen Mittelmeersommern mit dem Untergang des Römischen Reiches verloren.


Zum Glück kamen ja auch andere Kulturen auf die gleiche Idee.

Über die arabische Halbinsel kam mit dem Cherbet eine ähnliche Eis- Spezialität nach Europa.


In China war man sogar einen Schritt weiter und versuchte durch den Zusatz von Salpeter das
Schmelzen des Eises zu verhindern.

So berichtete es jedenfalls Marco Polo im 13. Jahrhundert.


Ob und wie sich daraus die italienische Spezialität Granita entwickelt hat und welche Rolle dabei
Katharina von Medici spielte, ist nicht so ganz geklärt, aber Italien blieb das Land des Speiseeises.

Wer aber erwartet, dass es beim Italiener nur Eis aus hochwertigsten natürlichen Zutaten gibt, wird
wohl in vielen Fällen enttäuscht sein.

Durch die Umsetzung des EU-Rechts in Form der neuen Eisverordnung im Jahr 2016 sind „Aromen“ (d.h. natürliche oder künstliche Aromastoffe) und färbende Pflanzenauszüge erlaubt, und davon wird auch munter Gebrauch gemacht.


Achten Sie mal auf die Bezeichnungen der Eissorten, ihren sehr intensiven Geschmack und die
auffallenden Farben.


Das einfache „Wassereis“, das Sorbet besteht hauptsächlich aus Wasser, Zucker und
Fruchtkonzentraten oder Fruchtmark.

Es ist auch zuhause einfach herzustellen, denn die kristalleneStruktur ist ja gewollt.

Ein ständiges Rühren muss nicht sein, kann aber in einer Eismaschine für den Hausbedarf erfolgen. Dann ist das Ergebnis etwas cremiger.


Probieren Sie doch mal ein Wassermelonensorbet, ein Orangen-Campari-Sorbet, ein Blaubeer- Minze -Sorbet – oder gar ein Rosmarin- oder Basilikumsorbet zu frischen Erdbeeren!

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