Militär

Der Flugzeugträger HMS Prince of Wales ist voll einsatzbereit

Bild von: Kenny Smith – http://www.defenceimagery.mod.uk/fotoweb/archives/5000-Current%20News/Archive%20(MOD)/MOD/2019/September/HMS%20Prince%20of%20Wales-3.jpg, OGL v1.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=82479234

Der neuste Flugzeugträger der Queen-Elizabeth-Klasse (Wiki: HIER) ist nun voll einsatzbereit. Zusammen bildet das Schiff mit seinem Schwesterschiff HMS Queen Elizabeth I (R08)  das Herz der Royal Navy (Video HIER).
Die Träger dieser Klasse zeichnen sich durch zwei Inseln aus, was gewisse Vorteile verspricht.


Das Schiffbauprojekt war wegen seiner Kosten sehr umstritten, zumal der Sparkurs der Royal Navy die Flotte so reduziert hat, dass nicht genügen Geleiteinheiten für beide Träger zur Verfügung stehen; ergo auch nicht beide Träger zu separaten Trägerkampfgruppen, die sich gegenseitig im Einsatz ablösen könnten, gehören können. Damit wäre die britische Marine dann auf ausländische Hilfe zum Schutz ihrer Träger angewiesen.

Mit einer zweiwöchigen internationalen Übung vor der schottischen Küste wurden zwei Jahre intensiver Ausbildung für das in Portsmouth beheimatete Kriegsschiff abgeschlossen. „Wir haben die letzte Hürde genommen und sind nun ein vollwertiger Flugzeugträger, der innerhalb von 30 Tagen für Einsätze rund um den Globus bereit ist“, sagte der Kapitän der HMS Prince of Wales (R09) (HIER), Kapitän zur See Steve Higham.

Tausende von Militärangehörigen aus einem Dutzend Nationen nahmen an der kombinierten UK/NATO-Übung Joint Warrior/Dynamic Mariner teil, die am vergangenen Donnerstag zu Ende ging. Die HMS Prince of Wales und das amphibische Flaggschiff HMS Albion (HIER) führten die Beteiligung der Royal Navy an.

Drei britische F-35B der 207. Fighter-Squadron befanden sich an Bord der HMS Prince of Wales. Die Piloten führten Tag und Nacht Trägerqualifikationen durch, um sicherzustellen, dass sie für die bevorstehenden Einsätze bereit sind, während das Schiff das FOST-Programm (Fleet Operational Sea Training) durchlief.

Teil der Übung war auch, dass die HMS Prince of Wales von ihrem Flugdeck aus Drohnen startet, da die Royal Navy damit beginnt, den Einsatz von UAVs auf den Flugzeugträgern der Queen Elizabeth-Klasse zu erforschen.
Verwendet wurden katapultgestartete UAVs des Typs QinetiQ Banshee Jet 80+.
Der düsengetriebene Banshee, der wie ein Mini-Kampfflugzeug aussieht, kann bis zu 25.000 Fuß hoch steigen, knapp über den Wellen fliegen und erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 400 Knoten (ca. 720 km/h). Sie ist auf dem Radar nur schwer zu erkennen und ähnelt damit einer ankommenden Rakete, was sie zu einem realistischen Gegner für Seeleute macht, die die Abwehr von Bedrohungen aus der Luft trainieren.

Diese neue Variante des Einsatzes als UAV-Träger ist vielversprechend, da die Drohnen bei gleicher Kampfkraft kleiner sein können als konventionelle Fighter; der Pilot samt Instrumenten und Sitz platztechnisch eingespart werden kann.
Auch könnten mögliche Pilotenverluste im Einsatz minimiert werden und Ausbildungs- wie auch Einsatzkosten reduziert werden.

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