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Diabetes-Rezepte

Diabetes Typ II – diese einfachen Regeln sind zu beachten!

(hm)

Regel 2:  Kohlenhydratreiche Lebensmittel ja – aber bitte zusammen mit Ballaststoffen

Nur weil die Verstoffwechselung von Kohlenhydraten nicht reibungslos verläuft, heißt das nicht, dass an TYP II – Diabetes Erkrankte auf Kohlenhydrate verzichten müssen. Nein man darf nicht darauf verzichten!

Wozu brauchen wir Kohlenhydrate überhaupt?

Auch Fette und Eiweiße können unseren Körper mit Energie versorgen. Fette haben eher die Aufgabe unseren Wärmehaushalt aufrecht zu erhalten, wie auch Eiweiße werden sie nur in lebensnotwendige Glucose umgewandelt, wenn die körpereigenen Zuckervorräte aufgebraucht sind, d.h. die Glycogenspeicher in Leber und Muskulatur leer sind. 

Kohlenhydrate sind also das Lebenselixier für alle aktiven Körperzellen, von den Muskeln und Nerven bis hin zum Gehirn.

„Ballaststoffe“.

Mit fatalen Folgen: Den Lebensmitteln wurde nicht nur die „Bremse“ zur gleichzeitigen Kohlenhydratflut entzogen, unwissentlich jede Menge B-Vitamine, die dringend im Kohlenhydratstoffwechsel gebraucht werden. Heutige industrielle Standardlebensmittel bombardieren unseren Körper ungefiltert mit reinsten Kohlenhydraten – schnell und ständig.

Damit kann doch ein Tausende Jahre alter Stoffwechsel nicht zurechtkommen.

Fresh fruits and vegetables at the italian market in Catania, Sicily

Also „Zurück zur Natur“ oder wie der Ernährungsmediziner Werner Kollath schon Mitte des 20. Jahrhunderts predigte „ Lasst unsere Nahrung so natürlich wie möglich“.                                                

Gerade in Bezug auf die Kohlenhydratlieferanten eine wichtige Erkenntnis. Alle, nicht nur die Diabetiker, sollten wieder Geschmack am vollständigen Lebensmittel, also am vollen Getreidekorn, an Kartoffeln mit Schale und ungeschälten Hülsenfrüchten finden. Wie wichtig Hülsenfrüchte für eine ausgewogene Ernährung sind, war ja schon den alten Ägyptern bekannt. Die Heerscharen von Sklaven für den Bau der Pyramiden hätten kaum diese körperlichen Extremleistungen erbracht, wären die kohlenhydrat- und eiweißreichen Linsen nicht ihr Grundnahrungsmittel gewesen.

Was bedeutet das für uns heute?

Wer fünfzig Jahre Weißmehl und Haushaltszucker gewohnt ist, wird schon etwas brauchen, bis er sich nach und nach wieder an die geschmackvolleren Vollkornprodukte gewöhnt hat. Die Umstellung sollte langsam und an die persönliche Situation angepasst stattfinden. Vollkornnudeln, Pasta aus Erbsen und Linsen können sich schnell als Ersatz der Standardpasta etablieren, Vollkornreis ist da schon etwas gewöhnungsbedürftiger.                                                                                                              

Zum Backen und Kochen muss es nicht gleich das Vollkornmehl mit der höchsten Typenzahl sein. Fangen Sie mal mit der etwas ballaststoffreicheren Type 550 an, Dinkelmehl statt Weizenmehl, und arbeiten Sie sich dann hoch bis zur Vollkorn-Version.

Fazit aus Regel Nr. 2.  Die „weißen“ oder „reinen“ Kohlenhydratlieferanten ganz aus unserem Leben zu verbannen, muss nicht sein, wenn damit ein besonderer Genusswert verbunden wird.                 

Aber sie sollten zur Ausnahme werden. Unser Leben sollte auch in Bezug auf die Kohlenhydratlieferanten bunt sein, bunt wie die Natur.

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